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Kapitel 39

Stonys Rückblick


Die Nacht war still. Nur das ferne Dröhnen der Geschütze aus der QI hallte gedämpft durch die Hülle der Eternity. D

Stony saß allein auf der Beobachtungsplattform, den Blick auf das Sternenmeer gerichtet. Ein Krug stand neben ihm, halb geleert, das Licht der Sterne spiegelte sich in der goldenen Flüssigkeit. Er nahm einen tiefen Schluck und lächelte leise. „Schon verrückt,“ murmelte er. „Wie lange das alles her ist.“

Seine Gedanken glitten weit zurück – in eine Zeit, als alles begann. Als er und Marek noch zwei namenlose Krieger in einer unruhigen Galaxie waren.

Es war Stony gewesen, der Marek damals in die Galaxie von Greifental gebracht hatte. Sie waren jung, unerfahren, aber voller Feuer.

Ihre ersten Schritte machten sie bei der Flying Dutchman – ein chaotischer Haufen, voller Mut, aber ohne Richtung. Sie lernten dort das Handwerk des Krieges, wie man kämpft, verliert und wieder aufsteht.

Später schlossen sie sich den Ghost Riders an. Dort begegneten sie einem jungen, ehrgeizigen Krieger – Logain. Damals war er noch keiner, der über andere herrschte. Nur ein Kämpfer wie sie. Doch schon damals brannte in ihm dieses Feuer, das später zu einem Sturm werden sollte.

Jahre vergingen, Kämpfe kamen und gingen. Dann, gemeinsam mit Logain, stiegen sie zu den ??? auf – dem großen Imperium, das alles beherrschte.

Marek und Stony kämpften Seite an Seite, wurden stärker, klüger, gefährlicher. Schon bald erhielten sie den Titel General. Unter ihrer Führung errang Logains Reich Sieg um Sieg, und ihr Name hallte durch die Galaxie.

Doch Macht verändert Menschen. Und Logain veränderte sich schneller als alle.

Eines Tages – Stony erinnerte sich noch genau – hatte Logain einen seiner Offiziere vor der gesamten Mannschaft gedemütigt. Ohne Grund. Ohne Anstand. Nur um seine Macht zu zeigen.

Marek war aufgestanden. Kein Wort, kein Schrei – nur dieser Blick, kühl und entschlossen.

Stony hatte dasselbe getan. „Wir kämpfen für Ehre, nicht für Willkür,“ hatte er gesagt.

Und so verließen sie Logain – ohne Zorn, aber mit Klarheit.

Es folgte eine Zeit der Wanderschaft. Über die Titanen, ein weiteres großes Schiff, auf dem sie neue Freunde fanden – Alexia, Rüdiger, Truphoss, Barbara. Sie bauten dort etwas auf, stark und stolz. Doch auch dort kam der Moment des Aufbruchs. Denn ihr Weg führte weiter – zu etwas Größerem.

Und dann kam sie: Die Eternity.

Ein Name, der erst Traum war und dann Wirklichkeit wurde.

Gemeinsam mit Marek und all den anderen schufen sie eine neue Heimat – aus Loyalität, Mut und Zusammenhalt. Keine Befehle aus Arroganz, keine Machtspiele. Nur der Wille, etwas Besseres zu sein.

Stony atmete tief ein. Die Sterne funkelten still.

„Wer hätte gedacht,“ murmelte er, „dass zwei alte Krieger mal hier enden. Zwischen Feuer, Bier und Legenden.“

Er hob den Krug, sah hinaus ins All und lächelte.

„Für dich, alter Freund,“ flüsterte er. „Und für all die Wege, die noch kommen.“

Dann trank er, und das Echo seiner Erinnerung verlor sich im endlosen Rauschen der Sterne.