← Alle Kapitel

Kapitel 6

Verräter im Schatten


Der Raumkreuzer Eternity glitt lautlos durch das Dunkel des Sonnensystems FoE. Die Vorbereitung auf die große Schlacht von GG lief auf Hochtouren, doch Kommandant Marek wusste: Informationen waren genauso wichtig wie Stahl und Schwert. D

Darum entsandte er eine kleine Truppe, angeführt von Offizier Mg1111 – aufmerksam, scharf und mit einem untrüglichen Gespür für Gefahr. Mit ihm gingen Rotfux, flink und kühn, Nobody, still und unauffällig, MaralBlaBlu, voller Energie und lauter Stimme, Kleimex, der zurückhaltende, aber zuverlässige Kämpfer, und Stefan, schweigsam und stark wie ein Fels.

Ihr Auftrag war einfach: eine abgelegene Raumstation im Orbit eines vernarbten Mondes untersuchen. Gerüchte besagten, dass das Imperium der drei Fragezeichen hier Vorräte sammelte.

Doch was als Erkundung begann, wurde zu einer Falle.

Kaum hatten sie die dunkle Station betreten, hallten Schritte über die metallenen Gänge. Fackeln flammten auf – und dort stand er: Logain, König der drei Fragezeichen. Ein Berg von einem Mann, die Augen kalt und voller Spott. Neben ihm traten zwei Gestalten hervor, deren Anblick die Eternity-Soldaten erstarren ließ.

Twin und Nödu.

Ehemals Generäle, Brüder im Kampf – jetzt Verräter. Sie trugen das Banner „???“ an ihrer Brust, und in ihren Augen funkelte Verrat wie ein tödliches Feuer.

„Seht an,“ knurrte Logain mit einem breiten Grinsen. „Die kleinen Späher der Eternity. So weit von Zuhause… und doch genau da, wo ich euch haben will.“

MoralBlaBlu ballte die Fäuste. „Verräter!“ brüllte er und starrte Twin an. „Wie konntet ihr nur—“

Twin hob spöttisch die Hand. „Schweig, kleiner Soldat. Ich habe genug Jahre verschwendet unter Mareks Banner. Hier, unter Logain, liegt die wahre Macht.“

Nödu trat vor, seine Stimme kühl und voller Verachtung: „Ihr kämpft für eine verlorene Sache“

Mg1111 blieb ruhig, doch sein Blick wanderte unablässig zwischen Logain und den beiden Verrätern. „Wir sind nicht gekommen, um zu sterben. Aber wenn ihr uns den Weg versperrt… werden wir kämpfen.“

Für einen Moment spannte sich die Luft wie ein Seil kurz vorm Zerreißen. Rotfux zuckte unruhig, Nobody schob sich unauffällig in Deckung, Stefan legte die Hand auf sein Schwert.

Logain lachte. „Ihr habt Mut. Das gefällt mir. Aber vergesst nicht: Mut allein gewinnt keine Kriege.“ Er wandte sich an Twin und Nödu. „Lasst sie gehen. Soll die Eternity

wissen, dass ihre Familie zerbrochen ist. Dass selbst ihre besten Generäle meinen Fahnen folgen.“

Die Eternity-Soldaten wichen langsam zurück, die Waffen noch immer erhoben, bereit für den Kampf. Doch Logain machte keinen Schritt, er beobachtete sie nur – wie ein Raubtier, das seine Beute ausbluten ließ, bevor es den letzten Biss setzte.

Als sie wieder in den Schatten des Mondes verschwanden, war jedem klar: Dies war keine Gnade gewesen. Es war ein Spiel. Ein grausames Spiel, das Logain meisterhaft beherrschte.

Und schlimmer noch – das Gesicht von Twin und Nödu würde die Krieger der Eternity noch lange verfolgen.