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Kapitel 66

Worte im Feuer


Der Boden bebte unter den Einschlägen, als Marek und Stony Schulter an Schulter hinter einer verkohlten Deckplatte Deckung suchten. Laser zischten über ihre Köpfe hinweg, Funken regneten nieder wie feuriger Schnee. D

Trotz des Chaos war es seltsam ruhig um sie – das vertraute, tödliche Murmeln eines Schlachtfelds, das bereit war, seinen Sieger preiszugeben.

„Zwei Tage, Bruder“, knurrte Stony und wischte sich Ruß von der Stirn. „Gerade mal zwei. Und es sieht aus, als hätten wir die Schlacht bereits gewonnen.“

Marek blickte über das zerstörte Gelände. Die Frontlinien verschoben sich kaum noch. Der Widerstand, einst brüllend wie ein Sturm, war nur noch ein mattes Echo seiner selbst.

„CarnivoreGroup knickt ein“, sagte er leise. „Schneller als gedacht.“

Stony lachte humorlos. „Und das von jener Crew, die sich immer unbesiegbar gab. Weißt du noch, Quoras? Der hat mal dieses Lied über uns geschrieben… ‚Rückzug ist kein Ende…‘“

Er spuckte auf den Boden. „Jetzt passt’s eher zu ihnen.“

Marek nickte, ohne den Blick vom Schlachtfeld zu nehmen.

„Die Titanen? Übermut größer als ihr Können. Die kommen kaum noch raus aus ihrer Basis. Sie wirken wie ein Löwe, der plötzlich merkt, dass er eigentlich nur eine Katze ist.“

„Und die Zwerge“, fügte Stony hinzu, „haben sich wieder in ihre Höhlen verzogen. Ich glaube, die schürfen eher nach Bier als nach Ehre.“

Eine Explosion erschütterte die Erde. Beide duckten sich, aber weder zuckte zusammen. Dafür waren sie schon zu lange in solchen Situationen gewesen.

„Aber wir dürfen uns nicht ausruhen“, sagte Marek. „Noch nicht. Wir müssen die Leistung halten, dann ist die Runde uns sicher.“

Stony nickte. „Unsere Leute liefern. Wirklich. BlubbBlubb macht’s richtig stark. Crichri ebenfalls. Madrokan hält die Linien, und NicTat… der kämpft, als hätte er zwei Herzen.“

Marek lächelte knapp. „Ja. Sie tragen die Schlacht. Sie zeigen, warum wir Eternity sind.“

Kurz ruhte Stille zwischen ihnen. Dann hob Stony sein Schwert, bereit für den nächsten Vorstoß. „Bruder… wir führen diese Runde nicht, weil der Feind schwach ist. Sondern weil wir stark sind.“

Marek legte ihm die Hand auf die Schulter. „Dann lasst uns weiter stark sein.“

Die beiden erhoben sich, Seite an Seite, und rannten wieder hinaus ins Feuer der GG – bereit, das zu Ende zu bringen, was nach zwei Tagen schon entschieden schien.