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Kapitel 71

Schön!


Der Abend hing wie eine warme Decke über der Eternity. Die GG-Schlacht ruhte für ein paar Stunden, die QI-Flotten hatten sich zurückgezogen, und auf dem Gemeinschaftsdeck roch es nach Metall, Schweiß – und sehr viel Bier. D

Stony und Marek hatten sich an ihren Stammplatz gesetzt. Ein alter Tisch, leicht schief, mit eingeritzten Symbolen, halb abgeplatzter Farbe und einer Kerbe, von der niemand mehr wusste, ob sie von einem Messer oder Truphoss’ Stirn stammte.

„Endlich Feierabend,“ murmelte Stony und griff nach seinem Krug.

Marek nickte. „Du hast ihn dir verdient. Immerhin hast du heute drei Carnis gleichzeitig ins All befördert.“

„War Absicht,“ brummte Stony. „Die wollten alle gleichzeitig von mir was wissen. Also hab ich sie gleichzeitig rausgeworfen.“

Marek lachte, als Stony das Bier ansetzte, einen gewaltigen Schluck nahm…

…und dann ganz plötzlich innehielt.

Er setzte den Krug ab. Schloss kurz die Augen. Atmete tief.

Dann sprach er mit einer Warmherzigkeit, die man bei ihm nur selten hörte:

„Schön!“

Marek sah irritiert zu ihm. „Was meinst du? Der Moment? Unsere Erfolge? Die Siege der letzten Tage? Die neuen Krieger? Die Disziplin? Die—“

Stony hob nur die Braue. „Das Bier. Was dachtest du?“

Marek blinzelte… dann lachte er so laut, dass sogar ein paar Soldaten im Nebentisch erschrocken ihre Gläser verschütteten.

„Ich dachte schon, du wirst sentimental,“ prustete Marek. „Für einen Moment sahst du aus, als würdest du über den Sinn des Lebens nachdenken.“

„Hab ich auch,“ murmelte Stony. „Und?“

„Der Sinn des Lebens ist: ein gutes Bier. Und wenn keins da ist – ein kaltes Bier. Und wenn das auch fehlt – ein warmes Bier. Hauptsache Bier.“

Marek starrte ihn fassungslos an.„Du bist unmöglich.“

Stony nickte stolz. „Ich weiß.“

In diesem Moment kam Truphoss reingeschlurft, ein Handtuch um die Hüfte, eine halbleere Dose in der Hand. „Hab ich Bier gehört?“

„Nein,“ sagte Marek schnell.

„Doch,“ sagte Stony gleichzeitig.

Truphi grinste. „Perfekt, ich setz mich dazu.“

Er setzte sich, legte eine nasse Sandalenspur auf den Boden und hauchte:

„Weißt du, Marek… Stony hat recht. Das Leben ist zu kurz für Tiefgründigkeit.“

Marek sah zwischen den beiden hin und her. „Ihr seid verrückt.“

„Schön!“, antworteten beide im Chor.

Der Abend endete wie immer: mit Gelächter, schiefen Geschichten, und einer freundlichen, warmen Erkenntnis:

Manchmal braucht ein Held keine epische Rede.

Manchmal reicht ein Krug Bier und das Wort „Schön!“