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Kapitel 97

Die Nacht, die entscheidet


Der Tag zog sich wie Kaugummi, während die GG-Schlacht weiter tobte. Niemand sprach es laut aus, doch jeder spürte: Das hier war kein normaler Abschnitt mehr. Das war die Phase, in der Kleinigkeiten entscheiden. D

„Warum bewegt der sich nicht?“ knurrte Stony und deutete auf die Karte.

„Weil er nicht hört“, antwortete Markus trocken.

In genau diesem Moment explodierte Shacattec verbal. Befehle ignoriert, Beleidigungen quer über den Kanal, Frust ungefiltert.

Marek sah nur kurz hin. „Stopp. Das war’s.“

„Was? Wegen ein paar Worten?“

„Nein“, sagte Marek ruhig. „Wegen Haltung.“

Zwei Minuten. Dann war Shacattec weg. Die Kanäle wurden wieder stiller.

„So“, murmelte Stony. „Weiter.“

Die Schlacht hörte nicht auf, sie verlagerte sich.

Die Nacht kam, und mit ihr die Müdigkeit.

Viele legten sich hin, völlig zu Recht. Doch andere blieben.

„Ich halte noch eine Stunde“, sagte Texan.

„Ich auch“, warf BlubbBlubb ein.

„Dann machen wir Schichten“, entschied Marek. „Niemand fällt allein.“

Stellungen wurden gehalten, verloren, zurückerobert.

Immer wieder tauchten einzelne Kämpfer auf, halfen kurz, verschwanden wieder. Kleine Einsätze, große Wirkung.

„Ohne die zwei eben hätten wir das verloren“, sagte DerMaler leise.

„Merkt sich keiner“, antwortete Markus. „Aber wir.“

Gegen Morgen passierte es. Kein Knall, kein Jubel.

„Seht ihr das?“ fragte Schnatti.

„Ja“, sagte Stony. „Kleine Fehler bei den drei Fragezeichen.“

Eine Lücke hier. Ein verpasster Angriff dort.

„Nicht schlimm für sie“, meinte jemand.

„Doch“, widersprach Marek. „Viele kleine Fehler sind schlimmer als ein großer.“

Die Eternity führte. Knapp. Aber stabil.

„Das ist neu“, flüsterte Ronja über Funk.

„Dann bleiben wir dran“, antwortete Marek. „Kein Nachlassen.“

Alle wussten: Ein einziger Patzer konnte alles drehen.

Doch diese Nacht gehörte denen, die blieben.

Zusammen. Wach. Entschlossen.