Die GG-Meisterschaft lief noch, doch auf dem Holotisch war es eindeutig: Der Vorsprung der Eternity war nicht mehr einholbar. Nicht für Carnivore. Nicht für Space Cookies. Und nicht für das Imperium selbst. Die drei Fragezeichen – zum ersten Mal in einer GG… besiegt. D
Auf der Brücke war es ungewohnt still, als würde sogar die Eternity kurz prüfen, ob das wirklich gerade passiert.
Marek stand mit verschränkten Armen, Stony neben ihm, beide mit diesem Blick, der sagt: Wir haben’s noch nicht ganz begriffen. In den Köpfen liefen die ersten Tage wie ein Film zurück: kleine Entscheidungen, winzige Schichten, ein paar irre Nächte – und plötzlich waren es genau diese Kleinigkeiten, die das Unmögliche möglich gemacht hatten.
Man merkte es überall: Die Crew redete leiser, aber die Augen leuchteten heller.
Dann, um Punkt 20 Uhr, ging Alexias Stimme über alle Decks.
„Eternity. Hört zu.“
Eine Pause, so kurz, dass sie trotzdem schwer wog.
„Leute… wir haben es geschafft.“
Und dann brach die Staumauer. Jubel rollte durch die Gänge, Türen flogen auf, irgendwo knallte ein Krug gegen den anderen, als wäre das ein offizieller Ritualschlag. „FÜR ETERNITY!“ rief einer – und das Echo kam zurück, als würde das Schiff selbst antworten.
Die Eternity war in diesem Moment nicht nur Sieger. Sie war eine Legende, weil sie das Unschlagbare ins Wanken gebracht und dann zu Boden gedrückt hatte.
Marek hob den Blick, ernst zwischen all dem Lärm. „Beim nächsten Mal sind sie vorbereitet“, sagte er leise.
Stony nickte. „Und beim nächsten Mal wird’s härter.“
„Ja“, murmelte Marek. „Aber nicht heute.“
Heute wurde gefeiert. Heute wurde geatmet. Heute war dieser seltene Moment, in dem selbst die Härtesten wieder Menschen sein durften. In der Taverne tauchten Banner auf, als hätten sie die ganze Zeit auf den Sieg gewartet, und Truphoss verschwand kurz mit einem Grinsen, das nach Ärger aussah.
Marek sah ihm nach. „Truphi.“
Truphoss grinste zu breit. „Ja?“
„Sag mir bitte, dass du nichts geplant hast.“
„Natürlich nicht“, sagte Truphoss viel zu schnell. „Nur… eine kleine Idee.“
Stony stellte seinen Krug ab. „Oh nein.“
Genau da flackerte das Licht – nur eine Sekunde. Als es wieder an war, stand auf dem Tisch ein fremdes Gerät, das vorher nicht da gewesen war. Daneben lag eine leere Bierdose, wie ein Requisit… oder wie eine Waffe.
Truphoss räusperte sich feierlich. „Also. Hört zu. Das hier… ist Teil zwei.“
0 Uhr war kaum verklungen, da verwandelte sich die Eternity von einem Kriegsschiff in eine rollende Legende mit Zapfhahn. In der Offiziersbar hingen provisorische Banner aus alten Trainingsmatten, jemand hatte ein goldenes InfinityZeichen aus Kabelbindern geformt, und Truphoss bestand darauf, dass das „historisch korrekt“ sei, weil „auch Geschichte irgendwo festgebunden anfängt“. 2
Marek stand mitten drin, Becher in der Hand, Blick wach wie in einer Schlacht. „Ich schwöre“, murmelte er, „das fühlt sich immer noch an wie ein Trick der drei Fragezeichen.“
Stony stieß ihn an. „Wenn’s ein Trick ist, dann ist es der erste, der nach Hopfen schmeckt. Trink. Das ist echt.“
Anfo lehnte am Tresen, ein halbes Lächeln im Gesicht. „Bei den ??? hätten sie jetzt eine Parade gemacht. Hier macht ihr… was genau?“
Truphoss drehte sich dramatisch um. „Eine Siegeszeremonie! Mit Ritual! Und mit…“ Er deutete auf Markus. „…Uhu.“
Markus aka Uhu stand auf einem Tisch, geschniegelt wie ein Zeremonienmeister, vor sich ein Gerät, das aussah wie eine Mischung aus Konfettikanone und NotfallLeuchtfackel. „Ich habe das Feier-Protokoll optimiert“, verkündete er stolz. „Es ist absolut sicher.“
Chillout nippte am Bier. „Wenn du ‘absolut sicher’ sagst, renne ich normalerweise.“
„Feigling“, sagte Uhu. „Jetzt kommt der Moment, in dem wir das Imperium symbolisch entkräften.“
Er drückte auf den Knopf.
Es machte „PFFFT“.
Dann „WUUUMM“.
Und plötzlich schoss ein Schaumstrahl quer durch die Bar, als hätte jemand der Eternity eine neue Hauptwaffe verpasst.
Der Schaum traf erst die Decke, dann die Wand, dann – wie von kosmischer Gerechtigkeit gelenkt – direkt Truphoss mitten ins Gesicht.
Stony prustete. Marek starrte einen Moment fassungslos, dann lachte er so laut, dass selbst die Sensoren kurz vibrierten. „Uhu… das war kein Konfetti, das war ein Angriff.“
Truphoss wischte sich die Stirn frei. „Ich… ich bin ein Opfer für die Tradition. Ein Märtyrer des Schaums!“
Ronja hob den Krug. „Dann war’s ja doch eine richtige Zeremonie: Erst wird einer geopfert, dann trinken wir!“
Este schüttelte den Kopf, aber seine Mundwinkel zuckten. „Ihr seid verrückt.“
„Ja“, sagte Anfo ruhig, „aber heute die richtigen Verrückten.“
Gerade als die Stimmung wieder ihren Rhythmus fand, piepte das Kommunikationsterminal. Kein Alarm, kein Notfall – nur eine Nachricht, kurz und giftig, als hätte jemand sie mit zusammengebissenen Zähnen geschrieben. Absender: Logains Frequenz. Kein Gruß, kein Drohen, nur ein Satz: „Ein Sieg macht euch nicht unbesiegbar.“
Für einen Herzschlag war es still.
Dann stellte Marek den Becher ab, sah in die Runde und grinste, als hätte man ihm gerade eine weitere Herausforderung serviert. „Gut“, sagte er leise. „Dann feiern wir heute doppelt. Einmal für den Sieg… und einmal dafür, dass sie wieder Angst haben.“
Truphoss hob beide Hände. „Und ich fordere: Teil zwei der Feier! Aber diesmal ohne Uhus ‘Sicherheit’!“
„Zu spät“, meinte Markus und deutete auf sein Gerät, das noch leise nachzischte. „Es lädt nach.“
Das Gelächter schlug wieder durch die Bar wie eine Welle. Draußen lief die Zeit der letzten Stunden, drinnen wuchs etwas Größeres als jeder Vorsprung: der Hunger nach dem nächsten Teil.
Die Offiziersbar roch nach Hopfen, Schaum und diesem speziellen Triumphgefühl, das man nicht kaufen kann, egal wie viele Balken man drückt. Überall klebten Beweise der Feier: nasse Banner, krumme Kabelbinder-Infinitys und ein Markus, der sein „absolut sicheres“ Gerät nun wie eine heilige Reliquie bewachte. D
„Niemand fasst die Schaumwaffe an“, sagte Uhu streng. „Sie hat Geschichte geschrieben.“
„Sie hat Truphoss geschrieben“, knurrte Anfo, während Truphoss versuchte, Schaum aus seinem Ärmel zu wringen, als wäre das ein eigener Gegner.
„Ich bin nicht nass“, behauptete Truphoss würdevoll. „Ich bin… gesegnet.“
Ronja zeigte auf seine Stiefel. „Deine Stiefel gurgeln.“
„Das ist… Applaus“, setzte Truphoss nach.
In diesem Moment kam Alexia in die Bar, nur kurz, wie ein ruhiger Schatten zwischen all dem Lärm. Kaffeetasse in der Hand, Blick einmal über die Runde, als würde sie zählen, wer noch stehen konnte. „Ihr feiert“, stellte sie fest. Mehr nicht. Dann war sie schon wieder weg.
Stony sah ihr hinterher. „Das war entweder Zustimmung… oder die Ruhe vor dem Sturm.“
Marek grinste. „Beides.“
Chillout hob den Becher. „Dann lasst uns den Sieg offiziell machen, bevor das Universum merkt, dass wir Spaß haben.“
„Offiziell?“ fragte Este. „Wie offiziell?“
Truphoss sprang auf einen Stuhl, rutschte fast ab, fing sich mit einer Eleganz, die er nur im letzten Moment erfand, und rief: „Wir brauchen eine Trophäe!“
DerMaler – irgendwo zwischen Lachen und Legendenmodus – zog eine verbogene Metallplatte aus seiner Tasche. „Gefunden auf dem Schlachtfeld. Ich schwöre, das Ding hat mal zu einem Fragezeichen gehört.“
Alle starrten auf das Teil. Es sah aus wie ein krummes Symbol, halb Fragezeichen, halb schlechtes Gewissen.
Uhu nickte feierlich. „Dann ist es jetzt offiziell. Wir haben das Imperium nicht nur besiegt… wir haben sein Satzzeichen geklaut.“
Anfo musste lachen, richtig lachen, kurz und scharf. „Das ist die respektloseste Siegestradition, die ich je gesehen habe.“
„Danke“, sagte Marek. „Wir arbeiten hart daran.“
Stony stellte das Metallstück mitten auf den Tisch. „Ab heute ist das kein Fragezeichen mehr.“ Er tippte dagegen. „Ab heute ist es ein Ausrufezeichen.“
„Dann fehlt nur noch der Punkt“, meinte Ronja.
Truphoss hob seine leere Bierdose. „Hier.“
Marek hob den Becher. „Für die Eternity.“
Und diesmal kam es wie aus einer Kehle, als hätte das Schiff selbst mitgesungen: „Für die Eternity, für immer!“
Genau in diesen Chor hinein piepte das Terminal noch einmal, nüchtern wie ein Buchhalter: „GG-Endphase bestätigt. Ergebnis gesichert. Platz 1: Eternity.“
Einen Atemzug lang war es still, als würde selbst der Schaum den Moment respektieren. Dann brach alles los. Krüge krachten, Stühle rutschten, jemand rief „UNGLAUBLICH!“, und Truphoss schrie „UHU, DRÜCK NOCH MAL!“
„Nein“, sagte Uhu, plötzlich erstaunlich weise. „Nicht noch mal. Manche Siege… sollten nicht erneut auslösen.“
Marek lehnte sich zurück, sah in die jubelnde Runde und spürte, wie sich die Anspannung der letzten Tage endlich löste. „Genießt es“, sagte er leise. „Heute gehört uns die Geschichte.“
Draußen liefen die letzten Minuten weiter, kalt und exakt. Drinnen brannte ein Feuer, das kein Imperium löschen konnte. Und irgendwo zwischen Lachen, Stahl und Hopfen wusste jeder: Das war nicht das Ende. Das war der Anfang davon, wie man Legenden schreibt.
Fragmente der Eternity - Buch Eins -
Eine offene Chronik der Gilde
iemand wusste mehr genau, wann alles begonnen hatte. Die alten Chroniken der Eternity erzählten von großen Schlachten, von Helden, Kommandanten und Opfern. Doch dies hier war anders. Dies war kein abgeschlossenes Kapitel. Dies war ein Anfang. N
Weit draußen, jenseits bekannter Sternenkarten, driftete ein Raum – kein Ort, kein Schiff, kein Planet. Ein Sammelpunkt von Erinnerungen, Geschichten und Stimmen. Manche nannten ihn den Zwischenraum, andere schlicht die Halle der Fragmente.
Hier tauchten sie auf.
Nicht gemeinsam, nicht geordnet – sondern jeder für sich.
Krieger, Strategen, Bastler, Beobachter.
Manche mit Narben vergangener Schlachten, andere noch ohne Namen, aber mit brennendem Willen. Einige kannten die Eternity nur aus Erzählungen, andere hatten an ihren Decks gestanden und das Dröhnen ihrer Geschütze gespürt.
In der Mitte dieses Raumes schwebte ein schimmernder Kern.
Er pulsierte nicht aus Energie, sondern aus Geschichten.
Jedes Mal, wenn jemand sprach, wenn jemand handelte, wenn jemand erinnerte oder träumte, leuchtete ein neues Fragment auf. Ein Gedanke wurde zu einer Szene. Eine Szene zu einer Legende. Und eine Legende… zu einem Teil von etwas Größerem.
Es gab keine feste Führung.
Keine Rangordnung.
Nur eine unausgesprochene Regel:
Wer schreibt, formt die Ewigkeit.
Manche Geschichten würden von Mut handeln.
Andere von Fehlern, Zweifeln oder Niederlagen.
Einige würden lustig sein, andere düster, manche nur ein kurzer Moment – ein Satz, ein Blick, ein Funkspruch im Rauschen.
Alles war erlaubt.
Alles war Teil der Chronik.
Und irgendwo, vielleicht ganz am Rand dieses Raumes, öffnete sich gerade ein neues Fragment.
Unbeschrieben.
Wartend.
Sonntag, 14.12.2025, Dritter Advent
kingschorsch
(Replik auf Chroniken #81)
latz da! Aus dem Weg!“, rief von hinten eine Stimme. Shacattac dreht sich um, konnte jedoch in dem engen Gang nicht schnell genug ausweichen. Ein untersetzt erscheinendes ganz in rot gekleidetes Männlein mit einer Zwergenmütze auf und einem prall gefüllten Jutesack über die Schulter geworfen rempelte ihn an. P
„‘tschuldige“, murmelte das Männlein hektisch und lief weiter, ehe Shacattac überhaupt etwas sagen konnte. Sprachlos, wie man ihn sonst gar nicht kannte, schaute er hinterher. Von der Seite sprach ihn Supersupersimmilein an. „Was war das denn?“, fragte sie in ihrem Hamburger Dialekt.
„Keine Ahnung, da hat einer wohl seinen viel zu engen Konfirmantenanzug wieder entdeckt und rumpelt nun in Richtung der Brücke“, sagte Shacattac. „Aber in rot?“, fragte sie. „Keine Ahnung“, entgegnete er, „vielleicht war er ja Messdiener.“
„Habt ihr ihn erkannt?“, fragte mit leicht rauchigem Akzent eine dritte Stimme. Sie gehörte zu Sasa der Neuen, die zur Gruppe dazu gestoßen war. Die beiden drehten sich mit fragenden Blicken zu Sasa um. „Na hört mal, etwas untersetzt, leicht gerötete Wangen, gezupfte Augenbrauen …. Trotz des schief angeklebten weißen Bartes war er doch zu erkennen“, meinte sie. In den Gesichtern ihrer beiden Gegenüber arbeitete es und ein Lächeln machte sich breit. „Truphiiii?????“, sagten beide wie aus einem Mund.
„Ja, unverkennbar, da kann er sich noch so verkleiden …“, sagte Sasa.
„Was hat er nur vor?“, fragte Simmi. „Vor allem sah er aus wie einer, der am Hamburger Hauptbahnhof die Papierkörbe ausräumt und leere Dosen und Flaschen sammelt.“
„Dosen ja“, meinte Sasa, „aber volle. Statt Kaffee …. Und heute ist der dritte Advent. Da kommt man schon mal zur Besinnung, trotz der tobenden Schlacht.“
Ein Duft von etwas gebratenem wehte durch den Gang aus der Richtung, wohin Truphoss verschwunden war. Dem 3-Sterne-Koch Shacattac fiel es sofort auf, da wurde etwas gegrillt. „Oh je, hoffentlich nicht Toto’s Katze!“
Der dritte Advent in Eterny
Sasa die Neue
eise fiel der Schnee über die Stadt Eterny, während in den großen Hallen der Gilde ein warmes Licht brannte. Es war der dritte Advent, jene besondere Zeit, in der nicht nur Gebäude wuchsen und Armeen stärker wurden, sondern auch der Zusammenhalt der Gilde spürbar näher rückte. L
Alles wäre geschmückt, Lichterketten zogen sich durch die Flure, und irgendwo klang sanftes Lachen zwischen den Mauern. In dieser stillen Stunde dachte jedes Gildenmitglied daran, was Eterny wirklich sehr ausmachte: nicht Ruhm, nicht Ranglisten – sondern die Menschen dahinter.
Marek, der mit ruhiger Hand und klarem Blick oft den richtigen Weg wies, hatte wieder einmal bewiesen, dass Stärke auch aus Geduld besteht.
Stony, stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde, brachte mit seinem Humor selbst in schwierigen Zeiten ein Lächeln in die Runde.
Alexia, mit Herz und Engagement, hielt die Gemeinschaft zusammen und erinnerte alle daran, wie wertvoll Zusammenhalt ist.
Und Rüdiger, dessen Verlässlichkeit und Erfahrung ein festes Fundament für Eterny bildeten – wie ein Leuchtturm in der winterlichen Nacht.
Als die dritte Kerze entzündet wurde, lag ein stiller Dank in der Luft. Dank für Unterstützung, für gemeinsame Kämpfe, für geteilte Siege und auch für die Momente, in denen man sich gegenseitig auffing. Eterny war mehr als eine Gilde – sie war ein Zuhause.
Möge dieses Licht des dritten Advents Wärme schenken, Hoffnung bringen und daran erinnern, wie besonders diese Gemeinschaft ist.
Erinnerung an den Großen Umbau - Teil 1 -
Moi le Roi
er alte König in seinem Exil stand vor dem Panoramafenster hoch oben im Turm seiner Burg. Er blickte mit einer Mischung aus Stolz und Wehmut auf sein Reich, die Schuttreste der abgerissenen Gebäude und die glänzenden Türme der neuen Kampfindustrie. Nur eine Nacht hatte der Umbau gedauert, alle Nachbarn und Freunde waren zu Hilfe geeilt. Die Gleichenfeier war noch in vollem Gange, die Dankesreden noch nicht verhallt, das Zielwasser an die Soldaten verteilt, als der Schatzkanzler leise und mit ernstem Gesicht eintrat.
„Sire“ sagte er, „das war eine gewaltige Anstrengung, aber sie hatte auch ihren Preis. Nach der Abrechnung muß ich Euch leider mitteilen, dass die Staatsschatulle leer ist.“ Der König nickte langsam und sagte nichts. Nun müsste er wohl doch die Steuereintreiber losschicken und die Steuern verdoppeln. Er hatte gehofft, diesen Schritt nicht gehen zu müssen. Aber diese Entscheidung würde er morgen treffen. Heute war die Zeit, das Erreichte zu würdigen und angemessen zu feiern.
Er lies sich seine Gedanken nicht anmerken, drehte sich um und ging wieder hinunter in den Ballsaal.
Er wußte, er war Teil von Eterniy.
Von der Dampflok zum Raumschiff
Kleimex
ief in einem alten Schuppen stand die Climax-Lokomotive Nr. 57, schwarz vom Ruß und müde von hundert Jahren Arbeit. Früher hatte sie Holz durch Täler und über Berge gezogen. T
Doch nun brauchte man keine Züge mehr, nur noch der Wind pfiff durch die maroden Bretter des alten Schuppens. Eines Nachts jedoch hörte die Lok schwere Schritte. Ein Raumschiff Mechaniker hatte sie entdeckt – nicht als Relikt, sondern als Idee.
Er glaubte, dass in ihrem schweren Stahl und ihrem unbeugsamen Willen mehr steckte als Vergangenheit. Mit neuen Metallen, Monitoren, glühenden Kabeln dem modernsten Waffensystem und einem Kessel, der nun nicht mehr Wasser, sondern Energie sammelte, begann die Verwandlung.
Die Räder wurden zu Schubringen, der Schornstein zu einem Lichtantrieb, und aus der alten Dampfpfeife wurde ein Signalhorn das zwischen den Sternen hallt ihr Signal – kein Funk, sondern ein tiefes, uraltes Pfeifen, das selbst im Vakuum gehört wird.
Nach Wochen harter Arbeit war die Lok nicht mehr an Schienen gebunden. Nun denn, altes Mädchen, sprach der Mechaniker und strich liebevoll über den glänzenden Kessel aus Vibranium, werden wir uns als Söldner einen Namen machen, Kleimex soll von nun an mein Rufname sein.
Mit einem tiefen, vertrauten Zischen hob Nr.57 ab. Wo sie einst durch Nebel fuhr, glitt sie nun durch Sternenstaub. Sie trug keine Waggons mehr, sondern Hoffnung – und bewies, dass selbst die älteste Maschine neue Wege finden kann.
Dann kamen die Angebote.
Zuerst nur ein Auftrag: Eskorte durch ein Piratensystem. Gute Bezahlung, wenig Risiko. Kleimex sagte sich, er sei nur der Pilot, kein Kämpfer. Doch als die ersten Schüsse fielen und die Climax reagierte, als wäre sie dafür gebaut worden, verstand er: Er hatte mehr erschaffen als ein Schiff.
Seitdem erzählen Raumfahrer von einem Söldner mit einem seltsamen Raumschiff, das klingt wie eine Dampflok und nach Kohle riecht – und der niemals vergisst, woher er kommt.
–– Fortsetzung folgt—
Dienstag, 16.12.2025 – La Mannschaft
Kingschorsch
er Mannschaftsraum der „Eternity“ war an diesem Dienstagmorgen gegen Null Achthundert relativ wenig frequentiert. Es war die Ruhe vor dem Sturm. D
Alexia war gerade mit einem Schubkarren voller Kaffeebecher, einem Honigglas und mindestens einem halben Dutzend voller Gläser lauwarmer Milch ihre Schäfchen grüßend in Richtung der Offiziersmesse verschwunden.
An einem der Tische saßen die üblichen Verdächtigten und unterhielten sich – man könnte fast meinen, es seien Drogendealer an Bord der „Eternity“.
Friedolin der Waldspion, auch das Späherauge an Bord: „Also ich bin grad bei 4x2 Novamin und 4x1 Ibu 800 plus vorm schlafen 1x Tilicidin...“ und machte gegenüber seinen anderen beiden Tischnachbarn ein Gesicht, das ausdrückte wie: na, wer bietet mehr.
Der Maler entgegnete leicht nuschelnd ob seiner noch nicht wieder eingesetzten Zähne: „morgens Oxikodon Akkut + Oxikodon 20 mg + Naproxen abens Oxikodon 20 mg“.
Kojack, der Doctor, auch der Mannschaftsarzt der „Eternity“ und höchstwahrscheinlich der „Sponsor“ der genannten Medikamente, antwortete: „Bei mir ähnlich, die Orto-Oxi Kombi ist das, was immer Spaß macht, den Rest vertrag‘ ich ganz gut!“
Das Gespräch der drei wurde durch ein polterndes Geräusch gestört, das von der Doppeltür der Mannschaftsmesse kam. Ein untersetzt erscheinendes ganz in rot gekleidetes Männlein mit einer Zwergenmütze auf und einem prall gefüllten Jutesack über die Schulter geworfen, hatte die Türe so heftig aufgestoßen, dass die einzelnen Flügel heftig gegen die beiden Türstopper krachten. Mit ob der Last des Rucksacks schweren Schritten setzte Truphi seinen Weg in Richtung der Offiziersmesse fort.
Die drei am Tisch sahen sich kurz an. Friedolin nickte in Richtung dem verschwindenden Truphi und meinte: „Der Mannschaftsrat tagt, die haben ganz andere Drogen als wir.“
Brummelnd ging Stony, der immerwährend Durstige, am Tisch vorbei. „Das habe ich gehört. Alkohol sind keine Drogen!“ Und verschwand ebenfalls in der Offiziersmesse.
Freitag, 19.12.2025, abends
Kingschorsch
Ort des Geschehens: Eternity, irgendwo auf einem Mannschaftsdeck im Bereich der Zentral-Eifel
Anlass: Geburt eines Kindes?, Geburtstag?, Verlust der Sackflöhe? Egal
Beteiligte: Marek, Stony, Beffi und Häpe
s war relativ still auf der Eternity, die Mannschaften und Frauschaften (wer hat das mit dem Gendern erfunden?) hatten sich alle in ihre Unterkünfte verzogen, waren teilweise in Gedanken versunken, wie sie bei der laufenden QI-Schlacht den drei Fragezeichen doch noch die Rücklichter der Eternity zeigen können. Schließlich waren sie gerade um läppische 250 Punkte ins Hintertreffen geraten. E
Die Heeresleitung (eigentlich weibliche Schreibweise zumindest dem Artikel nach) hatte gerade die Parole ausgegeben, frühestens am Samstag noch ein paar Schippen äääh Scherben drauf zu legen und Leisten zu kaufen.
Wie dem auch sei, es war relativ still und selbst der Rotgekleidete mit dem schief angeklebten weißen Bart und dem klimpernden Jutesack auf dem Rücken war nirgends zu sehen.
Aus einem der Räume, eine ziemlich verrauchte Kaschemme drang Gelächter, immer mal unterbrochen von Husten … aus der nur angelehnten Tür kamen Rauchschwaden, dass man meinen könnte, die Ultras und Hooligans vom Betzenberg veranstalten einen pyrotechnischen Wettstreit.
Gläser klirrten, hin und wieder machte es PLOPP, wenn eine neue Flasche geöffnet wurde.
Bei dem ganzen Dunst kaum zu erkennen waren vier Gestalten: Marek, Stony, Beffi und Häpe. Marek hatte im Stehen gerade alle Hände voll zu tun; er versuchte eine Flasche Korn mit einem Korkenzieher zu öffnen … obwohl die Flasche einen Schraubverschluss besaß. Beffi saß auf der Lehne der Couch, halb im Arm von Häpe und hatte Tränen vor Lachen in den Augen wegen Mareks Versuchen. Stony, der Name ist Programm, na ja … er saß mit glasigen Augen am anderen Ende der Couch und versuchte sich im „Wellerman“-Song, kräftig im Takt die Polster schlagend.
Marek gab es auf, schmiss den Korkenzieher in die Ecke und rief: „Du hast jetzt verloren!“, dabei drehte er den Schraubverschluss auf und schenkte in vier Schnappsgläser ein. Laut rufend und mit den Armen fuchtelnd, dass den Windmühlen in Miguel Cervantes Buch alle Ehren gemacht hätte, verschaffte er sich Gehör.
„Wir mach‘n jezzz follgnds …“
[Hinweis des Autors an dieser Stelle: damit kein Übersetzungsprogramm zum Weiterlesen benötigt wird, wurde die wörtliche Rede in Hochdeutsch geschrieben].
Also: „Wir machen jetzt folgendes. Wir spielen Sissi-Saufen!“ „Hört mir ma‘ zu!!!“ „Okay, dankeschön …“ „Also, Sissi-Saufen … und das geht so: Wir schauen uns jetzt nacheinander alle drei Folgen von Sissi an, und immer wenn das Wort ‚Majestät‘ ertönt, schbringn [Entschuldigung, Übersetzungsfehler vom Autoren] wir auf, erheben unsere vollen Schnapsgläser, rufen laut ‚Lang lebe die Kaiserin!‘, trinken den Schnapps aus und setzen uns wieder … und wer zum Schluss noch aufstehen kann, ist Sieger!“
Und das Ende von der Geschichte? Es ist noch nicht vorbei …. Auf dem Blue-RayPlayer, auf dem die Videos abgespielt werden, wurde die Dauerabspielfunktion eingeschaltet.
Und so schallt es auch jetzt noch aus dem Mannschaftsraum, irgendwo auf dem Deck „Zentraleifel“: „Lang lebe die Kaiserin!“
Das Ende der QI Montag, 21.12.2025, 8:17 Uhr
Alexia
s war vorbei, die Schlacht um QI ... und sie war verloren. Alexia stieß einen qualvollen heiseren Schrei aus, ließ sich auf die Knie fallen und verbarg verzweifelt ihr Gesicht in den Händen. E
Nie war eine Niederlage bitterer gewesen.
Sie wusste, das Imperium würde diesen Triumph für sich nutzen, gnadenlos.
Was sollte sie nur tun?
Schweigend hockte Alexia im Staub, schweißüberströmt, staubig, geschlagen und sie blieb einfach dort wo sie war.
Montag, 21.12.2025, 9:00 Uhr
kingschorsch
er kalte Wind pfiff unerbittlich, selbst die wenigen Sonnenstrahlen vermochten nicht, ihr Herz zu wärmen. Plötzlich spürte sie etwas Feuchtes an ihrer Wange. Alexia öffnete die Augen und erschrak kurz. Sie blickte in zwei rehbraune Augen, eine Nasenspitze berührte sie und eine warme feuchte Zunge leckte ihre Tränchen auf. D
Ein Hund? Hier? Wo um aller drei Fragezeichen Namen kam plötzlich dieser Hund her?
Da fühlte sie eine Hand an ihrer Schulter, eine andere tastete nach ihrer Hand, half ihr aufzustehen. Es war Schorschi mit seinem Balu.
Montag, 21.12.2025, 11:25 Uhr
Alexia
angsam, ganz langsam nahm Alexia die Hände vom Gesicht. Die treuen Hundeaugen ließen ihr Herz weich werden, sie wusste, was sie tun musste, jetzt, in der Stunde der Niederlage. L
Sie blickte sich um, überall sah sie die Kämpfer der Eternity erschöpft am Boden, die Waffen neben sich im Staub, schwer atmend und erschöpft.
Enttäuschung lag in der Luft, diese Schlacht war geschlagen.
Alexia atmete tief ein.
Und langsam erhob sie sich.
Ein Raunen ging durch die Menge, als die Mannschaft ihren Blick sah.
Ein Blick wie Eis, kalte, furchtlose Entschlossenheit lag darin.
Jeder, der ihrem Blick begegnete, hob den Kopf, stand aus dem Staub auf, spürte, dass sich etwas aufbaute, nur ein kleines Wispern, das immer stärker wurde.
Alexia ging über das Schachtfeld.
“Komm, Bern“, sagte sie und reichte ihm die Hand, „steh auf.“ Mehr war nicht nötig.
Sie ging zu Texan, Ronja, Soletti, Chris, Moral, Este, sah sie an und drückte ihre Hände: „Ihr habt gekämpft wie wahre Helden!“
Sie ging weiter, Anfo, Blubb, Darian, Babs, Chrichri, Kleimex, Stefan, Shac, Madro, Maler, Cassius, Dami, mg, Azard. „Erhebt euch, ihr alle habt gut gekämpft, nehmt eure Waffen. Ruht euch aus, heute Abend werden wir ein ruhiges Beisammensein genießen, wir alle haben uns eine kleine Pause redlich verdient.“
Die Mannschaft stand wieder und klopfte sich den Staub ab, wischte sich den Schweiß von der Stirn, sammelte ihre Waffen und folgte ihr schweigend.
Sie blieb stehen, blickte sich um und sah die Mannschaft an.
Alexia war Imperator Logain nie begegnet, aber jeder wusste, wenn ihr Blick ihn in diesem Moment getroffen hätte, er wäre zu Staub zerfallen.
Sie nickte, wandte sich um und ging zu Marek und Stony, neben ihnen Truphi, Rüdi und Chilli, in allen Fünfen tobte der Zorn.
Alexia stellte sich zu ihnen.
Worte waren nicht nötig.
Sie alle wussten, mehr denn je, es war nötig, das Imperium zu stürzen und Greifental von der dunklen Umklammerung zu befreien.
Eine Umklammerung, die aus Freunden Feinde machten, die Hoffnungen zerstörte, die Willen brach. Zu oft hatten sie alle gute Kämpfer gesehen, die zerbrochen waren,
sich in ihre Zufluchtsorte zurückgezogen hatten und sich nicht mehr bewegten. Zu viele waren verloren. Wenn es eine Rettung geben sollte, dann konnte nur die Eternity sie bringen.
Eternity war das Schiff der Hoffnung für die ganze Galaxie, ein Funken im Universum, doch ein Aufgeben kam nicht in Frage.
Niemand war dem Imperium seit langer Zeit so gefährlich gewesen, niemals mussten sie all ihre Reserven aufbieten, um die Rebellen aufzuhalten. Diesmal war es ihnen gelungen, doch die nächste Schlacht stand bevor.
Und die Eternity würde bereit sein, würde wieder alles geben und der Galaxie Hoffnung bringen.
Dienstag, 30.12.2025 – Zwischen den Jahren vor der finalen Schlacht
Kingschorsch
Hauptrollen: Björn, Frühkölsch, Ringer und Shacattac sowie Truphoss
lack! Tock! Klack! Tock! Klack! Tock! Die drei neuen „alten“ Hasen, Björn, Frühkölsch und Ringer schauten sich verwundert an ob des Geräuschs, das durch die geschlossene Tür der Mannschaftsmesse zu ihnen drang und immer lauter wurde. K
„PENIS !“ erschallte es von draußen. Die drei zuckten zusammen, während es sonst niemand weiter in der Messe zu interessieren schien. Und wieder „PENIS!!!“ Kein anderer nahm davon Notiz. „Sonst noch was?!?“
Die drei erschraken erneut, neben ihnen war wie scheinbar aus dem Nichts der Chefkoch der Offizierskombüse in seiner tadellosen weißen Uniform aufgetaucht, Shacattac, ein Hühne von einem Mann mit Händen so groß, dass man die 24er Gusspfannen darin hätte verstecken können.
„Watt is? Sonst noch was?!?“, wiederholte er seine Frage.
Die drei waren noch verwunderter, als sie ohnehin schon waren, selbst als erneut „PENIS!!!!“ erklang, diesesmal wohl direkt vor der verschlossenen Tür.
„Seid wann bedienst Du hier im Mannschaftsbereich und seid wann bedienst Du überhaupt?“, traute sich Frühkölsch, von seiner Statur eher an ein Kölsches Reagenzglas erinnernd und völlig eingeschüchtert durch den Chefkoch zu fragen, der sich mit seinen Pranken am Tisch abstützte.
„Gutes Personal ist schlecht zu bekommen und die fünf Neuen, die wir hier als Tellerwäscher einstellen wollen, haben bei den ‚Gebogenen‘ angefangen; scheinen drüben wohl für jeden Schund tief in die Tasche zu greifen“, antwortete Shacattac.
Klack! Tock! Klack! Tock! Klack! Tock!
Mit einem lauten Krachen wurde die Doppeltür zur Mannschaftsmesse aufgestoßen. Darin stand ein untersetzt erscheinendes ganz in rot gekleidetes Männlein mit einer Zwergenmütze auf, einem wohl schief angeklebten weißen Bart und einem prall gefüllten Jutesack über der Schulter, aus dem es vernehmlich metallisch klapperte.
„PENIS!!!“, rief der seltsame Jemand laut rülpsend und setzte mit lautem Klack! Tock! Klack! Tock! Klack! Tock! Seinen Weg fort – quer durch den Mannschaftsbereich in Richtung der Offiziersmesse.
Nun fing das Männlein auch an zu singen: „My body is wonderland …“ – die Melodie des Songs von John Mayer war unverkennbar, der Text wohl leicht abgewandelt. „You want love? We’ll make it. Swim in a deep sea of blankets. Take all your big plans and break ‘em, this is bound to be a while“, erklang es melodisch und dann wieder plötzlich sehr laut „PENIS!!!!“.
Die drei am Tisch schauten nun eher erschreckt und ängstlich zum Chefkoch hoch, der sich schon umwenden wollte, als er ihre Blicke bemerkte. „Macht euch nix daraus, das ist Truphi, hat ihm wohl noch keiner gesagt, dass Weihnachten vorbei ist.“
GG-Finale Start 1.1.2026
Alexia
ie nächste Angriffswelle war gerade vorüber, wieder hatte Eternity zwei beinah unmögliche Sektoren erobern können. D
Alexia stand auf der Brücke und schaute auf die Führungsriege, wie sie gebannt um den Kommandotisch saßen.
Konzentrierte Gesichter, ruhiges Durchgehen der einzelnen Sektoren.
“A5B geht erst nach A4B auf“, erklang es.
“Aber auf C4C ist gleichzeitig ein Rennen gegen Carnis“, kam die Antwort.
“Und E3B können wir noch vor der Abrechnung holen“.
Zustimmung, Abwägung, kein Zaudern, kein Streit, nur konzentriertes Arbeiten.
Das saßen sie, Marek, Truphi, Anfo, Smy, Ronja, dazu mit müden Gesichtern nach einer langen Nacht Stony, Uhu, Chilli. Und auch Schnatti, wie selbstverständlich war er dabei, gerade rechtzeitig und höchstwillkommen eingetroffen nur Stunden vor der finalen GG-Schlacht und er trug mit seiner ruhigen Art zur wohlüberlegten Entscheidungsfindung bei.
Alexia nickte leise.
Dann ging sie hinaus und machte sich auf den Weg zur Crew.
Auch dort sah sie jeden auf seinem Platz. Alle hochkonzentriert vor den nächsten Rennen, wartend auf die Einsatzbefehle, die stündlich eintrafen.
Und in der Zwischenzeit ein wenig Entspannung suchend.
Da sah sie Schorschi, wie er seinen Hund Balou streichelte, sie sah Soletti, Blubb und Madro, die drei stillen Kämpfer, die sich ihren Waffen widmeten.
Chrichri, OpiMichi, DerMaler und Texan berieten sich mit JustChris, wie sie noch schneller kämpfen konnten.
Rex ging durch die Reihen und kontrollierte mit scharfem Blick die Ausrüstung.
Jupp und Nobody berieten die bevorstehende Sektoreneinnahme mit mg, Darian und Rüdi.
Kleimex und Kojack standen an der Seite von Kiste und Vendarius, die, beide noch so jung, in so kurzer Zeit einen enormen Erfahrungsschatz gesammelt und sich mit viel Elan in die Stammriege gekämpft hatten.
Sie sah Ringer und Björn, die beiden erfahrenen Kämpfer beieinander stehen, sah wie Nicky einen Berg von Taschentüchern wegräumte, kein Schnupfen der Galaxie konnte sie davon abhalten, mitzukämpfen.
Und sie schaute einen Moment zu, wie Nic, Paahria und rotfux sich mit Hicks und Lady zu einer Tasse Kaffee zusammensetzten.
Sie sah Este mit Simmi, frühkölsch, EntdeckerWis, Azard, Fomh, die sich intensiv der QI widmeten, denn auch dieses Schlachtfeld war wieder eröffnet.
Dort würde es die nächsten Entscheidungen geben.
Und sie beobachtete Dami, wie er sich nebenher noch seinem erfolgreichen Güterhandel widmete. Zufrieden wendete sich Alexia der Tür zu und ging weiter zur Vorratskammer. Dort stapelten Friedolin, Liesbeth und Babs die Kartons um.
Die Vorratskammer war bis zum Rand gefüllt, denn Ringer und Björn waren nicht mit leeren Händen gekommen. Ringers Transporter war voll mit Bierkisten, Björn hatte dutzende Karton mit Whiskey mitgebracht.
Alexia ging zu den Dreien, schaute sie an und fragte: „Wird es ausreichend sein? Ich denke, wir haben ein wahrhaft episches Fest vor uns.“
“Ganz sicher“, bestätigte Friedolin. „Alles bestens, ich hab noch ein paar Säcke Tee für Nicky und einige Kisten Rotwein für Sasa besorgt.“
Alexia sah ihn fest an, legte dann kurz in einer seltenen Geste des Vertrauens die Hand auf seine Schulter und sagte: „Danke, Friedolin, dass du dich gekümmert hast. Einmal Dankeschön zu sagen ist vielleicht etwas zu kurz gekommen, in letzter Zeit, das tut mir leid!“ Sie wandte sich Liesbeth und Babs zu: „Euch auch, danke, dass ihr hier immer helft, wo ihr könnt.“
Alexia nickte ihnen zu und ging durch die leeren Gänge der Eternity zurück Richtung Brücke.
In Gedanken sah sie das Ergebnis dieser GG-Schlacht vor sich.
Das große Finale.
Noch Stunden vor Beginn sahen die Vorzeichen alles andere als gut aus, doch dann wendete sich das Blatt, als die letzten Kämpfer rechtzeitig eintrafen.
Der Start in den Meisterschaftskampf begann mit dem neuen Jahr und er war fulminant.
“Doch am meisten“, dachte sich Alexie, „am meisten hat mich beeindruckt, wie die Eternity dem Angriff der FZ in den ersten Tage widerstanden und den kleinen verlorenen Vorsprung wieder zurückerobert hat, sich dann standhaft und unwiderstehlich Schritt für Schritt weitergearbeitet hat. Mit dem hohen Einsatz und der enormen Bereitschaft der Crew wie der Führungsriege, dem Imperium etwas entgegenzusetzen. Mehr noch, es ins Wanken zu bringen.“ Und nun sah es tatsächlich so aus, als würde die Eternity nicht einfach nur den Sieg erringen, es war ein Sieg, der das Imperium wahrhaft demontierte.
Eine Demonstration der Macht der Rebellion, die seit Jahren niemand gewagt hatte.
Sie ging weiter, dachte an den bitteren Verrat so vieler ehemaliger Gefährten, dachte an all die gehässigen Worte, die sie sich hatte anhören müssen und daran, wieviel Treue sie hier auf der Eternity erfahren hatte.
Langsam ballte sie ihre Faust, mit lang aufgestauter Enttäuschung und mit voller Kraft schlug sie die Faust gegen die Wand des Schiffes, ein Schlag, der durchs ganze Schiff hallte und fragende Blicke hervorrief.
Doch Alexia ging weiter, behielt ihre Emotionen nun unter Kontrolle, verhalten, abwartend, doch sie spürte, das große Ziel war beinah erreicht.
Und ein leises Lächeln des Triumphes stahl sich auf ihr Gesicht, jedoch niemand sah es.
Denn noch war es nicht so weit.
Sie betrat die Brücke, nahm dich eine Tasse Kaffee und schaute weiter den Generälen zu, wie sich vertieft in die Planungen um den Kommandotisch saßen.
“Für euch“, flüsterte sie leise und hob leicht ihre Kaffeetasse, „und besonders für dich, Truphi.“
Gedanken in schweren Stunden
Sasa
eit Tagen schon war Sasa an die Koje gebunden, an der Seite ihres kranken Mannes. S
Während draußen die Welt weiterzog, konnte sie das Geschehen nur aus der Ferne verfolgen – sehen, wie gekämpft, geplant und errungen wurde, ohne selbst eingreifen zu können. Es war schwer, tatenlos zu bleiben, während das Herz bei der Gilde war.
Doch selbst in dieser stillen Zeit war sie nicht allein.
Denn Eternity ist mehr als nur eine Crew – es ist eine Gemeinschaft, ein Bollwerk aus Zusammenhalt, Stärke und Vertrauen. Jeder Erfolg, jeder errungene Sieg war ein Lichtblick, der Hoffnung schenkte und Kraft gab.
Mit tiefem Stolz blickt Sasa auf das, was die Crew in diesen Tagen geleistet hat.
Was hier entstanden ist, ist kein Zufall – es ist das Ergebnis von Loyalität, Mut und echtem Miteinander. Zu sehen, wie Eternity selbst in stürmischen Zeiten zusammensteht, erfüllt sie mit Dankbarkeit und Ehrfurcht.
Mögen die Segel weiterhin vom Wind des Erfolgs getragen werden.
Denn solange Eternity vereint bleibt, wird kein Sturm zu stark und kein Horizont zu fern sein. 💫
Die Meisterschaft (12.01.2026)
Alexia
s war vollbracht, das Imperium war tatsächlich besiegt. Für´s erste, dachte Alexia, können wir uns entspannen. E
Dieser Sieg war so wichtig für uns, und er war verdient, nicht knapp und mit Glück, sondern eindeutig.
Der Goldene Pokal lag in ihren Händen, die kurze Zeremonie war schnell vorüber gewesen. Doch voller Stolz schaute sie auf der eingravierten Schriftzug ETERNITY.
Dann überflog sie die Gratulationen, die überall aus der Galaxie eintrafen.
Doch mit großem Respekt schaute sie auf diese eine Nachricht, die über den Globalen Funk eingetroffen war. Sie war von Duke, dem großen Kommandanten der ???
Er hatte kurz und knapp geschrieben: „Glückwunsch an ET zur GG Meisterschaft, absolut verdient gewonnen!“
Doch dieser Gruß bedeutete so viel, er bedeutete Respekt, den sich die Eternity nun erworben hatte.
Auch weitere Crew-Mitglieder der ??? meldeten sich mit Gratulationen. Und diesmal war darin keine Arroganz, keine Häme mehr zu lesen, nur schlichte Anerkennung eines ebenbürtigen Gegners. Und ebenso respektvoll nahm die Crew der Eternity die Glückwünsche entgegen.
Greifental erlebte endlich den lang ersehnten Ausgleich gegen die lähmende Überlegenheit des Imperiums und Eternity war der Schlüssel dazu.
Alexia nippte an ihrem Kaffee, dachte kurz an die wüsten Feierlichkeiten von gestern Abend und wappnete sich im Stillen darauf, was Truphi und Markus wohl demnächst noch aushecken würden.
Und endlich löste sich ihre Anspannung.
Ein dankbares Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht …
und es blieb.
Der Tag danach
mg
uhig segelt die Eternity durch das All. Nicht mehr vorsichtig, sondern voller Stolz. Die entgegen kommenden Schiffe machten respektvoll Platz. R
Man hörte die Männer respektvoll flüstern:
„Das ist die Eternity, sie hat das Unmögliche geschafft“.
Die Mütter hielten den Kindern die Augen zu, da Truphi mal wieder nackt durch die Gegend surfte und irgendwas von Zeremonie schrie.
Ein kleiner Junge blickte der Eternity mit leuchtenden Augen nach und murmelte: „Wenn ich groß bin, werde ich zu Ihnen gehören“.
Dann verschwand die Eternity in den Weiten des Alls, bereit für die nächste Schlacht.
Ehrungen - Teil 1
Alexia
lexia hatte sich von dem Trubel der Feierlichkeiten zurückgezogen und saß auf dem bequemen Sofa in der Lounge der Schiffsbibliothek. A
Mit einem leisen Lächeln wurde ihr bewusst, das wahrscheinlich kaum jemand bisher davon Notiz genommen hatte, dass die Eternity nicht nur ein sehr starkes Kampfschiff war, auch nicht nur eine nach Bierlachen und kaltem Rauch riechende Messe aufzuweisen hatte, in der wüste Feiern stattfanden, sondern auch eine der umfangreichsten Bibliotheken der Galaxie besaß. Die Bestände der alten Herkules reichten zurück bis an die Anfänge der Greifentaler Geschichte und Großbatz, als einer der Ältesten, hatte sie kontinierlich fortgeführt.
Nun stand dort, in einer sanft beleuchteten Vitrine aus Glas der wertvolle Meisterschaftspokal.
Und nicht nur das, Alexia hatte aus Anlass der Meisterschaft einen nagelneuen Kaffeevollautomaten bestellt, der herausragenden Kaffee brühte.
Nun saß sie dort, atmete den Duft des Kaffees und betrachtete den Pokal.
Zwei Tage waren vergangen seit jenem denkwürdigen Ereignis, doch das hatte seinen Tribut gefordert, wie sie befürchtet hatte.
Drei Mannschaftsmitglieder hatten die Eternity verlassen.
Und nur einer, Zorro, war auf die Eternity gekommen, herzlich willkommen und Hoffnung bringend auf Verstärkung, die dringend benötigt wurde, denn es würde sich erst noch zeigen müssen, ob das Imperium nur gestolpert und der Sieg der Eternity nur eine Delle in Logains Rüstung war.
Zwei, Chuck und Friedolin, waren von ihren Familien nach Hause gebeten worden. Zu lang war ihre Abwesenheit und zu hoch der Preis für den Erfolg, wenn er auf Kosten der Familien ging. Alexia verstand das.
Doch auch ein weiterer war gegangen, und das riss ein klaffende Lücke. Beffi, einst einer der stärksten Kämpfer Greifentals und Ziehsohn von Marek und Stony. Es war ihm bereits anzumerken gewesen, dass er nahezu ausgebrannt war und das Feuer in ihm zu erlöschen begann. Und wie ein erwachsen gewordener Sohn musste auch er nun seinen Weg finden. Allein, ohne seine beiden Paten an seiner Seite, hatte er sich auf den Weg gemacht und probierte fortan sein Glück im Zwergenstollen. Stony litt besonders darunter. Keine dichten Rauchschwaden zogen aus der Kommandoebene durch das Schiff und auch die Unterhaltungen hatten spürbar nachgelassen. Aber er musste Beffi ziehen lassen und alle hofften, dass sich bei Beffi der Funken wieder entzündete. Dann würde er wieder bereit sein und zurückkehren, diese Hoffnung blieb.
Alexia hatte die vergangenen Tage genutzt und zahlreiche Rufe in die Galaxie gesendet. Auch Rüdi hatte sein Bestes gegeben.
Doch es herrschte Stille.
Diesmal war es nicht die lähmende Stille, die zuvor angesichts der Übermacht des Imperiums herrschte, nein, jetzt war es eine abwartende Stille, ein Lauern darauf, ob die Eternity nur ein Funken in der Galaxie war, ein kleines, unbedeutendes Strohfeuer, das bald wieder erlosch, oder ob sie sich als dauerhafter Gegenpol zum Imperium etablieren konnte.
Nur einer hatte geantwortet, abwartend, fragend, unsicher. Alexia seufzte, es lag noch vieles unsicher in der Zukunft. Was jetzt zählt ist unser Zusammenhalt, dachte sie. Und genau deshalb sollte es heute Abend eine ganz besondere Ehrung geben für drei verdiente Kämpfer, die im Meisterschaftskampf alles gegeben hatten.
Sie hatten eine wahre Anerkennung verdient.
Und deshalb hatte Alexia den besten Zeichner der Galaxie kontaktiert und für jeden von den Dreien ein Portrait für die Ahnengalerie der Eternity anfertigen lassen.
Sie hob den Blick und sah sich die vorhandenen Gemälde an. Dort hingen sie, in Ruhm und Ehre im Glanze des Pokals:
Die Führungsriege der Eternity und einige der legendärsten Kämpfer, darunter DerMaler und Este, großartige Kämpfer mit langer Geschichte und viel Erfahrung.
Weitere Portraits waren bereits in Arbeit und würden anschließend in die Bildergalerie aufgenommen, doch der heutige Abend galt Dreien, die ihre unverbrüchliche Treue so oft bewiesen und diese Ehrung nun mehr als verdient hatten.
Alexia erhob sich, ging zu dem Tisch, auf dem der große Karton lag. Sie nahm den Deckel von dem Karton ab, entnahm die drei Gemälde und lehnte sie nebeneinander ans Sofa.
Zufrieden lächelte sie, ging zur Komm und ihre Stimme erklang im ganzen Schiff.
„Eternity, wir haben einen Sieg errungen, mit Schweiß und Willen, mit Verzicht und unverbrüchlichem Zusammenhalt, mit Treue und Gemeinschaft. Ein verdienter Sieg, den alle mitgetragen haben, jeder Einzelne war unverzichtbarer Teil unseres Erfolgs. Doch heute Abend um 20 Uhr ehren wir drei unserer Kämpfer, die über sich hinausgewachsen sind und Herausragendes geleistet haben. Die Feierlichkeiten finden in der Lounge der Bibliothek statt, findet euch alle pünktlich dort ein.
Ach so, falls ihr nicht wisst, wo das ist:
geht am Ende der Messe durch die kleine Tür und dann die Treppe hinauf. Und falls ihr noch einen Anreiz braucht, diese Räumlichkeiten einmal zu betreten: es gibt dort jetzt den neuesten und besten Kaffeevollautomaten der ganzen Galaxie.“
Grinsend ging Alexia zurück zu den Bildern und verpackte sie sorgfältig.
Welche drei Kämpfer geehrt werden, das behielt sie einfach für sich.
Ehrungen – Teil 2: 20 Uhr
Alexia
ie Lounge füllte sich und bewundernde Blicke streiften die Ahnengalerie. Dort sahen sie unter dem Schriftzug „Führungsriege“ Marek und Stony, Alexia, Truphi, Rüdi, auch Großbatz und Babs. D
Einige Plätze für weitere Bilder waren bereits markiert, aber noch leer. „Die Bilder kommen bald“, antwortete Alexia auf die fragenden Blicke.
Eine Wand war beschriftet mit „Legendäre Kämpfer“. Drei Bilder waren dort aufgehängt, aber noch verhüllt.
„Nehmt Platz“, ließ Alexia ihre Stimme erschallen.
„Wir haben heute allen Grund, drei unserer verdientesten Kämpfer zu ehren. Sie haben Mut und unverbrüchliche Treue bewiesen und in der wichtigsten Schlacht seit Äonen unermüdlich gekämpft. Für die Eternity, tretet bitte vor:
Blubb, Madro und Chrichri!“
Die drei schauten sich verlegen um, alle drei standen nicht gerne im Vordergrund, doch diesmal hatten sie sich alle Aufmerksamkeit verdient.
Ein ohrenbetäubender Lärm brandete auf, als die Mannschaft der Eternity ihnen begeistert zujubelte. Alle sprangen von ihren Sitzen auf und salutierten vor den drei Kämpfern, die sich ihren Weg durch die Menge bahnten.
Marek stand dort, neben ihm Stony und sie legten zum Gruß jedem von den Dreien warmherzig die Hand auf die Schulter.
Mit einem festen Blick in die Augen der drei Kämpfer sagte Marek: „Ihr habt euch diese Ehre wahrlich verdient! Tretet nun vor und enthüllt eure Portraits in der Galerie der Legendären Kämpfer, auf dass ihr für immer ein sichtbarer Teil der Eternity seid!“
Blubb, Madro und Chri taten wie ihnen geheißen.
Voller Stolz betrachteten sie ihr eigenes Ebenbild. Ein Raunen ging durch die Menge, dann brandete wieder tosender Applaus auf, doch als Truphi gerade im Jubel seine Bierdose öffnen wollte, traf ihn ein strenger Blick von Alexia, die nur eine Augenbraue hob, und Truphi steckte verlegen grinsend die Bierdose zurück in die Tasche, denn in der Bibliothek herrschte striktes Bierverbot.
Die jubelnde Mannschaft trug bereits die drei Legendären Kämpfer die Treppe hinunter, denn wie es sich gehörte, wartete bereits eine weitere legendäre Feier auf die Crew der Eternity. Und Alexia sah sich noch einmal um, machte das Licht aus und schloss die Tür zur Bibliothek. Dann folgte sie den anderen.
Nachtrag
Alexia
ie Herstellung der Portraits für die Bildergalerie lief auf Hochtouren, mehrere hervorragende Zeichner taten ihr Werk und beinahe täglich trafen neue Bilder ein. So langsam füllte sich die Wand in der Bibliothek. D
Alexia saß entspannt auf dem Sofa der Lounge in der Bibliothek der Eternity, pustete sacht in ihren frischgebrühten Kaffee, neuerdings mit Zucker, und betrachtete die neuen Bilder, die sich hervorragend in die Bildergalerie einfügten, weitere erfahrene Kämpfer der Eternity, die schon oft beweisen hatten, dass sie sich den Platz an der Wand ebenso verdient hatten wie die anderen, deren Portraits hier bereits hingen.
Zufrieden betrachtete sie die Bilder und ein leises Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Demnächst, so dachte sich Alexia, würden diese Bilder auch in dem modernen Teil der Bibliothek zu sehen sein, in der digitalen Abteilung namens Discord.