Die Gänge der Eternity waren erfüllt von metallischem Hämmern und dem Zischen der Schweißgeräte, während überall Rüstungen verstärkt und Waffen geschärft wurden. Der Angriff auf QI stand bevor – nur noch zwei Tage trennten die Besatzung von der Schlacht. D
Doch über allem lag eine Frage, die wie ein unsichtbarer Schatten über den Offizieren schwebte: Würden sie rechtzeitig Verstärkung erhalten?
Alexia hatte seit Wochen unermüdlich gesucht. Mit Liesbeth, Soletti, Chrichri und anderen Vertrauten hatte sie Nachrichten verschickt, alte Kontakte angerufen und Soldaten geworben, die sich dem Traum einer freien Galaxie anschließen wollten. Immer wieder kam die gleiche Antwort: „Wir überlegen, wir bereiten uns vor.“ Doch ob sie rechtzeitig eintreffen würden, wusste niemand.
Marek hatte noch weiter zurückgegriffen. Er hatte zwei Elite-Generäle von früher kontaktiert – Männer, mit denen er einst unter Logain gekämpft hatte. Einst Feinde, später Weggefährten, dann verschwunden. Sie hatten zugesagt, ihre Hilfe zu leisten. Doch Zusagen waren keine Gewissheit. Marek wusste: Wenn sie ihr Wort hielten, würde die Eternity plötzlich über eine Schlagkraft verfügen, die selbst die ??? erzittern ließ. Wenn nicht … dann würden sie allein stehen.
In der Offiziersmesse saßen die Generäle und Unteroffiziere schweigend. Jeder hing seinen Gedanken nach.
„Was, wenn sie nicht kommen?“ fragte Ronja leise.
Rüdiger legte die Stirn in Falten. „Dann kämpfen wir mit dem, was wir haben. Aber wenn sie es ernst meinen … dann wird QI nicht nur ein Kampf – es wird ein Triumph.“
Barbara verschränkte die Arme. „Ich frage mich eher, ob wirklich alle mitziehen. Es gibt Soldaten, die zweifeln. Junge wie Kiste, die noch nie solch ein Schlachtfeld gesehen haben. Und alte wie Bern, die schon zu viele Schlachten gesehen haben.“
Ein Schweigen legte sich über die Runde.
Dann sprach Marek, seine Stimme fest. „Jeder hat Angst. Das ist normal. Aber wer Teil der Eternity ist, wird in QI kämpfen. Wir können es uns nicht leisten, zurückzubleiben. Jeder Mann, jede Frau zählt.“
Die Worte ließen den Raum erzittern. Für einen Moment schien es, als ob Zweifel und Angst verstummten.
Truphoss grinste schief. „Na, wenn wirklich alle kommen – und die Verstärkung rechtzeitig eintrifft – dann sind wir keine Flotte mehr, sondern eine Übermacht. Und dann …“ Er ließ den Satz hängen, doch das Lächeln auf seinen Lippen sprach Bände.
Hoffnung. Sie lag in der Luft wie ein Funken, der jederzeit zu einer Flamme werden konnte. Noch waren Fragen offen, noch war nichts sicher – doch wenn alles funktionierte, wenn alle ihr Wort hielten, dann konnte die Eternity stärker in die Schlacht ziehen, als es je jemand für möglich gehalten hätte.