Die Nacht lag still über der Eternity. Nur das ferne Summen der Maschinen füllte die Luft, während Rüdiger am Fenster saß und auf die Sterne blickte. Draußen glühten die Überreste der QI-Schlacht – drinnen spiegelten sich in seinen Augen Erinnerungen. D
„Morgen habe ich Geburtstag,“ murmelte er. „Und morgen jährt es sich, dass ich wieder zu kämpfen begann.“ Ein Jahr war vergangen – ein Jahr voller Entscheidungen, Begegnungen und Glücksmomente. Er lächelte leise. „Was für ein Jahr.“
Er erinnerte sich an seine Anfänge im Golden Circle. Zwei Fehltritte, ein falscher Kurs – und doch brachte ihn das Schicksal zur richtigen Person: Sasa die Neue. Mit ihr hatte er das alte Schiff geführt, gegen alle Widrigkeiten. Wochenlang kämpften sie Seite an Seite, hielten zusammen, wenn alles verloren schien. „Damals lernte ich, dass Stärke nicht von Rüstung kommt,“ dachte er, „sondern von Vertrauen.“
Dann kam Alexia. Mit ihr änderte sich alles. Sie hatte ihn rechtzeitig angesprochen, bevor er sich den ??? anschloss. „Du gehörst zu uns,“ hatte sie gesagt, mit dieser Mischung aus Mut, Wärme und Entschlossenheit. Und sie hatte recht behalten.
„Danke, Chefin,“ murmelte Rüdiger. „Für dein Vertrauen, für deinen Glauben an mich.“
Die Zeit bei den Titanen war kurz, aber prägend. Marek, Stony, Chillout und DerMaler – Brüder im Geist, Kämpfer im Herzen.
Gemeinsam hatten sie das sinkende Schiff verlassen. „Ein Ende mit Schrecken,“ flüsterte er, „aber besser als ein Schrecken ohne Ende.“
Dann kam die Eternity.
Sie war mehr als ein neues Schiff. Sie war ein Neuanfang.
Kein Zufall, kein Geschenk – harte Arbeit, Entschlossenheit und Zusammenhalt.
„Wie oft haben wir gestritten,“ schrieb Rüdiger in sein Notizbuch, „aber immer mit Respekt. Immer für dasselbe Ziel.“
Er dachte an den Gildenrat.
An die langen Nächte, in denen sie Strategien planten und gleichzeitig lachten, bis die Systeme flimmerten. Alexia, Marek, Stony, Großbatz, Truphie, Barbara – jeder brachte seine Stärke ein, jeder trug seinen Teil. „Das ist wahre Führung,“ dachte er, „nicht Macht, sondern Vertrauen.“
Die Eternity war gewachsen – groß, stark, lebendig.
Eine Gemeinschaft, die sich durch nichts beugen ließ.
Rüdiger fühlte Stolz. Und Dankbarkeit. „Ich habe viel gelernt,“ dachte er. „Von euch allen. Und das Beste daran – ich habe nie aufgehört, Spaß daran zu haben.“
Er sah hinaus. Zwischen den Sternen glimmte das Licht der Front.
In wenigen Tagen würde GG beginnen – die vielleicht härteste Schlacht von allen. Und doch war da kein Zweifel, kein Zögern. Nur Zuversicht.
Er nahm einen tiefen Atemzug, griff nach seinem Glas und hob es. „Wenn ihr mir morgen etwas schenken wollt,“ sagte er leise, „dann schenkt mir keinen Ruhm, keine Orden. Schenkt mir euren Mut. Eure Freude. Und euren unerschütterlichen Willen.“
Er lächelte, schrieb noch eine letzte Zeile in sein Notizbuch:
„Ich wünsche mir nicht viel. Nur, dass wir mit Spaß und Feuer kämpfen. Für uns. Für die Eternity. Und vielleicht – für den Sieg in der GG.“
Dann stellte er das Glas ab.
Draußen funkelten die Sterne – und einer von ihnen schien ein wenig heller zu brennen.
Vielleicht, dachte Rüdiger, war das sein Glück.