Ein weiterer Tag war vergangen, und noch immer schwebte die Eternity über den brennenden Ringen von QI. Die Schlacht tobte unvermindert weiter – keine Seite gab nach, keine Linie brach. Doch Marek wusste: Geduld war jetzt ihre größte Waffe. E
Seit Tagen bewegte sich die Front kaum. Jeder Meter, der gewonnen wurde, musste mit Schweiß und Blut bezahlt werden. Doch selbst wenn der Fortschritt klein war – er war stetig. Und das zählte. „Wenn wir jeden Tag ein Stück weiterkommen,“ sagte Marek leise, „dann gehört uns QI irgendwann ganz.“
Die Brücke vibrierte, als neue Meldungen eintrafen. Zwei Transportschiffe hatten sich im Schutz der Nebelzone angenähert – Verstärkung. Ein seltenes, aber kostbares Wort in diesen Tagen.
Als sich die Luftschleusen öffneten, traten zwei Gestalten heraus, die unterschiedlicher kaum sein konnten.
Der erste: Westerhaver Cross – hochgewachsen, von kräftiger Statur, mit Narben, die Geschichten erzählten, und Augen, die nichts vergaßen. Ein ehemaliger General der Herkules, einer jener Männer, die das Feuer des Krieges kannten und ihm dennoch nicht erlagen.
Stony trat ihm entgegen, klopfte ihm auf die Schulter. „Du hättest auch früher kommen können.“
Westerhaver grinste. „Ich musste sicherstellen, dass ihr mich wirklich braucht.“
Marek trat vor. „Wir brauchen dich immer. Willkommen zurück, alter Freund.“
„Dann lasst uns zeigen, dass wir noch kämpfen können,“ erwiderte Westerhaver und salutierte mit einem ehrlichen Lächeln.
Der zweite: Sir Toby – jung, unerfahren, doch mit einem Blick, der Mut verriet. Seine Uniform saß schief, seine Rüstung glänzte neu, und trotzdem war da etwas in seiner Haltung, das Marek gefiel.
„Erster Einsatz?“ fragte Alexia.
„Ja, Ma’am,“ antwortete Toby knapp. „Aber ich lerne schnell. Und ich will helfen – in GG, in allem.“
„Dann wirst du das,“ sagte sie. „Hier zählt nicht, woher du kommst. Nur, dass du bleibst, wenn’s schwer wird.“
Die neuen Gesichter brachten frischen Wind auf das Schiff. In den Werkhallen, auf den Decks, in den Trainingsräumen – man spürte den neuen Atem von Hoffnung. Noch war QI nicht gewonnen, aber die Eternity lebte, pulsierte, wuchs.
In der Kommandozentrale blickte Marek auf die taktischen Anzeigen. Die Linien der ??? hielten, doch sie wankten. Langsam, Stück für Stück, fraß sich die Eternity voran. „Zwei Monate,“ sagte Barbara leise. „So lange wird es wohl noch dauern.“
„Dann sollen sie lang werden,“ erwiderte Stony. „Denn wir machen jeden Tag Fortschritt.“
„Wenn wir jeden Tag etwas gewinnen,“ murmelte Alexia, „dann verlieren wir nie.“
Während QI noch brannte, richteten sich die Blicke bereits nach vorn.
Nur noch zwei Nächte trennten sie von der härtesten Schlacht – der GG.
Die Hallen der Eternity hallten von Schmiedehämmern, Werkzeugen, Rüstungsgeklirr. Jeder Soldat wusste, was bevorstand.
„Wir müssen weiter rekrutieren,“ sagte Rüdiger. „Freie Plätze sind offene Wunden – sie müssen gefüllt werden.“
„Ich schreib’s aus,“ meinte Beffi. „Wer Teil der Eternity sein will, der soll wissen: Jetzt ist der Moment.“
„Und wenn keiner kommt?“ fragte Truphoss.
Marek lächelte. „Dann kämpfen wir mit denen, die schon hier sind – und das reicht mir.“
In dieser Nacht, während draußen die Geschütze leuchteten, saßen Westerhaver und Sir Toby in der Offiziersmesse. Der alte Krieger und der junge Soldat.
„Nervös?“ fragte Westerhaver.
Toby nickte. „Ein bisschen. Ich will nichts falsch machen.“
Westerhaver lachte leise. „Junge, jeder macht Fehler. Wichtig ist nur, dass du wieder aufstehst. Die Eternity hat keine Helden – nur Menschen, die nie aufgeben.“
Und irgendwo über den glühenden Feldern von QI zog ein Lichtstreifen durch den Himmel – ein fallender Stern, der Hoffnung versprach.
Die Eternity führte – knapp, aber sie führte.
Und bald würde sie wieder kämpfen. Für QI. Für GG. Für alles.