Ein leises Summen erfüllte die Brücke der Eternity, als sich die Hologramme der neuen GG-Meisterschaft aufbauten. Zahlen, Namen, Symbole – und eine neue Galaxienkarte, die langsam rotierend im Raum schwebte. E
„Also das sind sie?“ fragte Truphoss skeptisch und beugte sich vor.
Alexia nickte. „Ja. Das sind unsere Gegner.“
Einen Moment herrschte Stille – dann brach Stony in ein trockenes Lachen aus. „Na, das nenn ich mal... entspannend.“
Die Generäle sahen sich an, und sogar Marek musste schmunzeln. Die Gegner waren keine Bedrohung. Ihre Flottenstärke, ihre Zahlen, ihre Struktur – alles deutete darauf hin, dass diese Runde kaum Gegenwehr bringen würde.
„Wir waren auf alles vorbereitet,“ sagte Marek schließlich, „aber offenbar nicht auf Langeweile.“
Rüdiger lachte leise. „Vielleicht ist das Universum gnädig und gönnt uns eine Pause.“
„Oder es testet unsere Disziplin,“ warf Barbara ein. „Wenn keine Gefahr droht, zeigt sich, wer Haltung bewahren kann.“
Die Runde begann – ruhig, fast gemächlich.
Kein hektisches Funken, keine Alarmrufe, kein Druck. Nur Routine: Gebiet sichern, Sektoren halten, Berichte prüfen.
Schon nach wenigen Stunden bestätigte sich der Eindruck – die Gegner waren zu schwach, um die Eternity ernsthaft herauszufordern.
„Das ist ja fast Urlaub,“ meinte Chillout, als er sich in seinen Sitz fallen ließ.
„Urlaub ist kein Grund, faul zu werden,“ erwiderte Alexia trocken. „Wir nutzen die Zeit, um uns zu sammeln.“
Marek nickte. „Ja. Diese Runde ist ein Geschenk. Eine Verschnaufpause. Nach den Kämpfen der letzten Wochen haben wir sie verdient.“
Doch während draußen Ruhe herrschte, regte sich im Inneren etwas anderes.
Langeweile.
Und mit der Langeweile kamen kleine Reibereien – Nebensätze, Missverständnisse, verletzte Egos.
„Ich sag’s euch,“ murrte Stony in der Offiziersmesse, „wir verlieren mehr Nerven in ruhigen Zeiten als im Gefecht.“
Beffi grinste. „Dann brauchen wir wohl bald wieder eine Schlacht, damit’s uns besser geht.“
„Oder ein Bier,“ ergänzte Truphoss, was allgemeine Zustimmung fand.
Am Abend rief Marek die Offiziere zusammen.
„Hört mir zu,“ begann er ruhig, aber bestimmt. „Ich weiß, es ist ungewohnt, keine Gefahr im Nacken zu haben. Doch genau jetzt müssen wir wachsam bleiben. Nicht gegen Feinde draußen – sondern gegen uns selbst. Lasst uns die Ruhe nutzen, um Kraft zu tanken, statt sie mit Streit zu vergeuden.“
Alexia nickte zustimmend. „Diese Runde ist kein Rückschritt. Sie ist ein Geschenk. Also behandeln wir sie auch so.“
Ein zustimmendes Murmeln ging durch den Raum.
Die Generäle wussten – der Krieg würde zurückkehren, früher oder später.
Doch heute, in dieser stillen Runde, durften sie atmen.
Einmal. Kurz...Bevor das Feuer wieder aufflammte.