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Kapitel 48

Die letzten zwei Tage


Das Licht der Sterne spiegelte sich im Panzer der Eternity, als das Kriegsschiff langsam durch den Orbit von QI glitt. D

Im Kommandoraum herrschte konzentrierte Stille. Nur das rhythmische Klicken der Holoanzeigen und das gedämpfte Summen der Systeme waren zu hören. Die letzte Runde der QI-Schlacht neigte sich dem Ende zu – zwei Tage blieben noch. Zwei Tage, um alles zu geben.

Alexia stand über der Karte, die Frontlinien leuchteten in Rot und Blau. „Wir haben immer noch 20.000 Punkte Vorsprung,“ sagte sie ruhig.

„Aber wir hatten mal dreißig,“ ergänzte Rüdiger nachdenklich. „Und das war vor nicht mal einer Woche.“

Marek nickte, die Stirn in Falten. „Realistisch gesehen… wenn wir die Leistung der letzten Runde verdoppelt hätten, müssten wir jetzt bei 60.000 Vorsprung liegen. Doch stattdessen verlieren wir Boden.“

Eine bedrückende Pause entstand. Jeder wusste, was das bedeutete.

Die ??? waren stärker geworden. Schneller, organisierter, gefährlicher.

„Wenn das so weitergeht,“ murmelte Stony, „dann holen sie uns in der nächsten Runde ein.“

„Oder überholen uns,“ fügte Truphoss hinzu, „und das wäre der Anfang vom Ende.“

„Nein,“ widersprach Marek scharf. „Nicht, solange wir atmen.“

Er trat an den Kartentisch, blickte auf die rot glimmenden Sektoren, in denen die ??? vorrückten.

„Wir haben noch zwei Tage,“ sagte er mit fester Stimme. „Zwei Tage, um den Kurs zu ändern. Ab sofort wird jeder Angriff, jede Verteidigung gezählt. Keine halben Einsätze mehr. Keine Pausen. Kein Aufschub.“

Alexia nickte entschlossen. „Alle Ressourcen werden gebündelt. Jede Einheit, die wir haben, geht in den Einsatz.“

„Das ist riskant,“ warf Barbara ein. „Wenn wir alles geben, bleibt nichts für den Start der nächsten Runde.“

„Dann kämpfen wir dafür, dass es überhaupt eine nächste Runde für uns gibt,“ antwortete Marek ruhig.

Ein Funken Entschlossenheit flammte in den Gesichtern der Offiziere auf.

„Wir ziehen das durch,“ sagte Rüdiger. „Wie damals in den ersten Tagen. Keine Schonung, keine Zweifel.“

„Die ??? mögen stärker geworden sein,“ brummte Stony, „aber sie sind nicht wir.“

Marek hob die Hand, und seine Stimme hallte über das Interkom des gesamten Schiffes:

„Eternity! Wir haben viel erreicht, aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Zwei Tage trennen uns vom Sieg – oder vom Verlust unserer Führung. Jetzt ist die Zeit, zu zeigen, wer wir sind. Kämpft, als hinge alles davon ab. Nutzt jede Ressource, jede Minute, jeden Funken Kraft. Wir bauen unseren Vorsprung wieder aus – und diesmal richtig!“

Ein kollektiver Ruf hallte durch die Decks, laut und entschlossen:

„Für Eternity!“

Die Holoanzeigen flackerten auf, Truppenbewegungen begannen, Befehle rauschten über die Kanäle.

Die Maschinen summten lauter, die Geschütze luden sich auf – das Schiff erwachte.

Noch zwei Tage.

Zwei Tage, um zu beweisen, dass die Eternity nicht fällt.

Zwei Tage, um den Namen „unsterblich“ erneut zu verdienen.