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Kapitel 8

Stimmen der Eternity


Die Brücke der Eternity war erfüllt vom Dröhnen der Maschinen und dem stetigen Stimmengewirr einer lebendigen Besatzung. Schon lange waren sie nicht mehr nur eine kleine Widerstandsgruppe, sondern eine wachsende Kraft, in deren Reihen neue wie alte Kämpfer Schulter an Schulter standen. D

Liesbeth bewegte sich ruhig zwischen den Soldaten, half beim Ausrüsten, erklärte geduldig Handgriffe und gab Ratschläge. Seit Jahren war sie Alexia treu ergeben, und oft wirkte sie wie eine stille Stütze, die den Jüngeren Halt gab. „Nicht die Waffen gewinnen den Krieg“, hörte man sie sagen, „sondern die Menschen, die sie führen.“

Ronja, inzwischen Unteroffizierin, hatte sich mit Fleiß und Disziplin einen Namen gemacht. Schon jetzt tuschelten einige, sie könne eines Tages eine Offiziers- oder gar Generalwürde erlangen. In den Trainingshallen führte sie ihre Leute mit klarer Stimme und wachsamer Strenge. „Schnelligkeit und Präzision,“ rief sie, „das sind die Waffen, die uns in GG den Vorteil bringen werden!“

NicTat zeigte bei diesen Übungen, warum er so wertvoll war. Mit fast spielerischer Leichtigkeit war er schneller als die meisten. Er zog Bahnen durch die Halle, wich Angriffen aus, schlug zu, ehe die Gegner ihre Waffen auch nur richtig erhoben hatten. „Der Wind selbst wird ihn kaum einholen,“ murmelte Stony einmal trocken, als er ihn beobachtete.

Darian, noch jung, aber mit einer entschlossenen Ruhe, übte Seite an Seite mit Rüdiger. Seine Vergangenheit – der beinahe begangene Schritt hin zu ??? – war vielen bekannt, doch niemand stellte sie ihm nach. Stattdessen sah man in ihm den Mann, der eine Wahl getroffen hatte. „Entscheidungen sind Gewichtungen,“ hatte Rüdiger ihm erklärt. „Und du hast die richtige getroffen.“ Darian nickte nur, aber seine Taten sprachen lauter als Worte.

Kiste fiel durch seine offene Art auf. Neu im Team der Kämpfer, aber stets mit leuchtenden Augen und der Bereitschaft, jeden Rat aufzusaugen, war er schnell beliebt. Wenn er von Truphoss eine Technik gezeigt bekam, übte er sie unermüdlich – manchmal stolperte er, lachte, stand wieder auf und machte weiter. „Genau so will ich’s sehen!“, rief Truphi dann lachend. „Kein Aufgeben, immer weitermachen!“

Soletti dagegen war das Gegenteil – erfahren, beständig, fast unerschütterlich. Viele nannten ihn das „stille Rückgrat“ von Alexias Leuten. Wenn er sprach, hörten die Jüngeren zu. „Vertraut auf eure Kameraden“, sagte er oft. „Eine Schlacht gewinnt keiner allein. Und wenn ihr wankt, dann ist es der Nebensmann, der euch stützt.“

So fügte sich die Mannschaft zusammen – erfahrene Veteranen, hungrige Neulinge, alte Getreue und wachsende Führungskräfte. Marek und Stony standen oft schweigend am Rand und sahen dem Treiben zu. „Sie wachsen“, murmelte Stony. „Und sie wissen, wofür sie kämpfen,“ fügte Marek hinzu.

Alexia trat hinzu, die Hände um eine Tasse Kaffee geschlossen. „Dann lasst sie wachsen,“ sagte sie leise. „Denn die Zeit wird bald kommen – und sie müssen bereit sein.“

Ein Moment der Stille legte sich über die Offiziere. Dann hallte der Ruf von Ronja durch die Trainingshalle: „Stellung halten – Tempo verdoppeln! Wir kämpfen für Eternity!“

Ein Chor von Stimmen antwortete: „Für Eternity!“

Die Wände bebten.