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Kapitel 9

Der unerwartete Zug


Die Stimmung auf der Brücke der Eternity war angespannt, als Kommandant Marek der Durstige die Hologramme der Schlachtfelder einblendete. Wochenlang hatte sich alles um die GG gedreht, jenes altehrwürdige Schlachtfeld, in dem Geschwindigkeit und Wendigkeit über Sieg oder Niederlage entschieden. Die Soldaten hatten trainiert, die Unteroffiziere drillten die Mannschaft, und selbst die Generäle spürten, wie die Erwartung die Luft schwer machte.

Doch nun stand Marek auf, die Hände auf dem Tisch, und seine Stimme schnitt durch das Gemurmel wie ein Schwert:

„Alle glauben, dass die nächste Schlacht im GG geschlagen wird. Doch wir werden dort nicht zuerst antreten. Wir ändern unseren Kurs: Unser Ziel ist die QI.“

Stille. Selbst die vibrierenden Konsolen schienen den Atem anzuhalten. Stony, Mareks Bruder, war der Erste, der sich regte. „QI? Du willst Logains Festungen frontal angreifen? Dort zählt nicht Schnelligkeit, sondern…“

„…Ausrüstung, Standhaftigkeit, eiserne Disziplin,“ fiel Marek ihm ins Wort. „Genau das. Unsere Feinde erwarten uns in GG. Doch wenn wir ihre Bastionen in QI erschüttern, dann reißen wir ihnen die Basis unter den Füßen weg.“

Alexia nickte langsam. Sie hatte ihr Herz und ihre Arbeit in das Training der Schnelligkeit gelegt, doch sie verstand den Gedanken. „Dann brauchen wir andere Vorbereitungen. Nicht Schnelligkeit, sondern Durchhaltevermögen.“

„Und Stahl,“ brummte Stony. „Bessere Panzerungen, stärkere Waffen, Schilde, die den Sturm aushalten.“

Die Generäle begannen zu diskutieren, jeder mit seinem Blickwinkel:

Barbara forderte intensive Nahkampfübungen, „für die engen Korridore der QIFestungen“.

Rüdiger mahnte zur Vorsicht und drängte auf diplomatische Fäden, um mögliche Verbündete zu sichern.

Großbatz erinnerte daran, dass Erfahrung und Ruhe die wichtigste Rüstung im Chaos der Schlacht seien.

Truphoss schlug in seiner unbekümmerten Art vor, das Ganze „wie ein Fest“ zu sehen, mit dem Ziel, dass jeder Soldat mit Begeisterung kämpfe – und nicht nur mit Furcht im Herzen.

Währenddessen griff Stony bereits zu den Plänen für neue Rüstungen und modulare Ausrüstung. Unteroffiziere wie DerMaler, Opi-Michi und Ronja begannen, die Soldaten an schwereren Waffen auszubilden. Kiste, jung und lernfreudig, nahm jedes neue Werkzeug in die Hand, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan. NicTat hingegen übte, trotz schwerer Ausrüstung Geschwindigkeit beizubehalten – eine Fähigkeit, die entscheidend werden konnte.

Doch die Eternity war nicht allein mit diesem Plan.

Im Sonnensystem FoE hatten die Sensoren längst gemeldet, dass auch die Carnivore Group ihre Flottenbewegungen veränderte. Blondie, die kriegslüsterne Generalin, hatte den Braten gerochen. „QI wird brennen. Carni selbst mag alt sein, aber unsere Übermacht wird dort entscheidend sein.“

Und tief im Schatten der Sterne sammelte sich das Imperium von Greifental, die „???“. Logain persönlich ließ neue Befestigungen errichten, Minenfelder auslegen und Garnisonen verstärken. Die QI war sein Schild und Schwert zugleich, und er wusste: Wer QI hält, hält den Schlüssel zur Galaxie.

Marek trat zurück und sah seinen Offizieren in die Augen. „Sie alle erwarten uns. Carnivore. Logain. Die ???. Aber genau das ist unsere Stärke: Sie sehen uns kommen – und sie unterschätzen, was wir aus unseren Herzen und Händen erschaffen haben. Wir werden nicht nur kämpfen. Wir werden beweisen, dass die Eternity das Schicksal selbst herausfordert.“

Ein Murmeln ging durch die Halle, dann erhob sich Beffi die Durstige Jungfrau und schwang ihre Faust. „Für die Eternity!“ rief sie. Und einer nach dem anderen, Soldaten wie Offiziere, stimmten ein.

Die Würfel waren gefallen. Das Ziel war QI – und die Galaxie hielt den Atem an.