Es war noch früh am Abend, und doch roch die Taverne bereits nach Geschichten, die man morgen nur noch halb erinnern würde. Das Licht war warm, die Krüge kalt, und Truphoss saß wie immer so, als hätte er den Tisch persönlich erfunden. Stony lehnte daneben, musterte sein Bier mit fachmännischem Blick, Anfo und Ronja hatten sich gegenüber niedergelassen, Kingschorsch kam und ging wie ein stiller Beobachter.
„Na“, begann Truphoss grinsend, „schon eingelebt oder sucht ihr noch den Ausgang?“
Ringer 3 lachte leise. Der alte Herkules-Kämpfer wirkte entspannt, als wäre er nie woanders gewesen. „Ich hab schon schlimmere Tavernen überlebt. Eure ist… ehrlich.“
„Das ist das Netteste, was hier je jemand gesagt hat“, brummte Stony. „Willkommen im Dauerzustand.“
LadyBotox hob ihren Krug. „Ich muss zugeben, ich hatte mir den Wechsel dramatischer vorgestellt. Mehr Misstrauen. Mehr… Messer.“
Ronja grinste. „Die kommen später. Erst trinken wir.“
Ringer 3 erzählte von alten Schlachten, von Tagen, in denen man mehr Hoffnung als Plan hatte. Stony hörte aufmerksam zu, nickte hier und da. „Davon hab ich gehört“, sagte er ruhig. „Andere Zeiten, andere Fronten. Aber kämpfen ist kämpfen.“
„Stimmt“, meinte Ringer 3. „Und hier fühlt es sich richtig an.“
Kingschorsch mischte sich ein. „Also gut. Offiziell angekommen seid ihr ja schon. Inoffiziell fehlt noch was.“
„Was denn?“ fragte LadyBotox.
Truphoss stellte kommentarlos ein neues Fass auf den Tisch. „Die zweite Runde. Erst dann gilt man als eingelebt.“
Später wurde gelacht, diskutiert, gestritten, wieder gelacht. LadyBotox konterte jeden Spruch mit einem besseren, Ringer 3 erzählte ruhig weiter, als hätte er genau hier gefehlt. Anfo beobachtete das Ganze mit einem kleinen, zufriedenen Lächeln.
Als die Krüge erneut zusammenstießen, war klar:
Die beiden waren nicht mehr „die Neuen“.
Sie waren einfach Teil der Eternity.