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Kapitel 3

Das Chaos des Händlers


Die Eternity schwebte wie ein Schatten über den endlosen Sternenmeeren, während ihre Besatzung sich auf die kommende Schlacht vorbereitete. Es war nicht genug, ein starkes Schiff und mutige Krieger zu haben. Man brauchte Vorräte, Waffen, seltene Materialien, ohne die keine Armee lange standhalten konnte. D

Für diese Aufgabe meldete sich einer freiwillig – oder besser gesagt, er rief so laut, dass man ihn nicht überhören konnte: General Truphoss.

Mit seiner unerschütterlichen Fröhlichkeit und einem Lächeln, das selbst Feinden entwaffnend erschien, übernahm er die Mission, seltene Güter für die Kriegskasse zu beschaffen.

„Handel ist Krieg mit einem Lächeln!“ rief er lachend, während er sich auf den Weg zu den Außenposten der freien Welten machte.

Wo andere mit ernsten Gesichtern Verträge aushandelten, stolperte Truphoss durch Märkte, verwechselte Preise, vertauschte Kisten, und brachte Händler durch seine chaotische Art zur Verzweiflung.

Doch irgendwie, am Ende jeder Begegnung, war er es, der mit vollen Händen und einem breiten Grinsen zurückkehrte.

„Siehst du, Kommandant,“ lachte er, als er eine Ladung von Erz in den Frachtraum der Eternity rollen ließ, „die Hälfte habe ich geschenkt bekommen, weil sie mich endlich loswerden wollten!“

Doch es waren nicht nur die Märkte, die die Kriegskasse füllten. Als Marek eines Abends die Offiziere und Unteroffiziere versammelte, legte einer nach dem anderen Münzen, Kristalle, persönliche Vorräte auf den großen Holztisch des Besprechungsraums.

Markus gab seine gesamten Gewinne aus dem Schmuggelhandel der Vergangenheit.

DerMaler legte die Ersparnisse nieder, die er für eine neue Rüstung zurückgelegt hatte.

Opi-Michi brachte alte Sammlerstücke aus fernen Kriegen, seltene Medaillen, die in den Märkten ein Vermögen wert waren.

Am schwersten fiel es BeffiDieDurstigeJungfrau, denn sie trennte sich von dem Amulett, das sie seit Kindertagen getragen hatte – ein Geschenk von Marek und Stony, lange bevor sie Krieger wurden. „Wenn es den Sieg bringt,“ sagte sie leise, „dann soll es uns Glück bringen, nicht nur mir.“

Chillout hingegen übergab alles ohne Zögern, als hätte er schon immer nur auf diesen Moment gewartet. „Mein Leben gehört der Eternity,“ sagte er schlicht, und keiner widersprach.

Als Truphoss davon erfuhr, hob er grinsend die Schultern. „Na gut,“ rief er, „dann setze ich eben auch noch meinen Hut als Einsatz drauf!“

Und tatsächlich legte er seinen zerbeulten, bunt verzierten Hut auf den Stapel. Alle lachten, und für einen Augenblick war der Krieg vergessen.

Am Ende war der Tisch mit Schätzen bedeckt, die in Gold und Kristall funkelten. Es war kein Reichtum, der von Eroberungen oder Diebstählen stammte, sondern der Einsatz jedes Einzelnen – Blut, Schweiß, Erinnerungen, Träume.

Selbst Stony, der selten Emotionen zeigte, sah mit glänzenden Augen auf den Haufen. „Dann kämpfen wir nicht nur für die Galaxie,“ sagte er heiser, „sondern für alles, was wir sind.“

Die Kriegskasse der Eternity war damit nicht nur gefüllt – sie war geheiligt.