Die Karten lagen wie Schlachtfelder aus Licht auf dem Holotisch, die Linien blinkten unruhig. Draußen kämpften die Flotten weiter, doch in der Ratskammer war es still bis aufs Ticken der Anzeigen. D
Der Bericht kam nüchtern: QI hielt, sogar mit kleinem Vorsprung – GG dagegen riss Lücken in ihre Reihen.
„Die ??? holen uns täglich ein paar Punkte,“ sagte Rüdiger leise. „Wenn das so weitergeht, verlieren wir diese Runde.“
Marek presste die Hände aufs Holz, die Kante knirschte. „Wir können nicht jeden Preis bezahlen. Nicht jede Position ist heilig.“
Alexia sah in die Runde. „Und doch haben wir gestern gezeigt, wozu wir fähig sind. Wir brauchen eine Entscheidung, keine Panik.“
Die Stimmen kamen, eine nach der anderen. Stony sprach von Treue und Pflicht: „Wir ziehen nicht zurück, weil wir Schmerzen fürchten.“
Barbara mahnte Vorsicht: „Blindes Verharren kostet Menschenleben. Manchmal ist kluges Ziehen der stärkere Schritt.“
Truphoss schlug die Brücke zwischen Herz und Verstand: „Wir müssen für die Ewigkeit denken, nicht nur für den Tag.“
Es war die moralische Zwickmühle: Schlacht bis zum letzten Mann — oder die Ordnung wahren und Verluste begrenzen.
Marek erinnerte daran, was auf dem Spiel stand: Heimat, Verbündete, der Traum einer freien Galaxie. „Wenn wir verlieren, weil wir nicht nachdachten, ist das kein Opfer – das ist Verschwendung,“ sagte er.
Rüdiger legte eine Alternative auf den Tisch: gezielte Rückzüge an wunden Punkten, Bündelung der Kräfte, Vorbereitung auf die nächste Offensive. „Wir bekommen eine neue Chance für die GG-Schlacht“, erklärte er. „Dann werden wir mit achtzig Mann antreten. Voller Schlagkraft, besser vorbereitet.“
Ein Raunen lief durch den Raum. Hoffnung mischte sich mit Bitterkeit.
Alexia sprach das Unausgesprochene aus: „Einige hier sind nicht bereit für diesen Einsatz. Wir können nicht ewig warten, bis alle aufwachen.“
Stony knurrte, doch er nickte schließlich. „Wir säubern nicht aus Rachsucht. Wir optimieren, damit mehr Leben gerettet werden.“
Die Entscheidung fiel nicht leicht, aber sie fiel: Die Eternity würde ihre Linien neu ordnen, strategisch nachgeben, wo es notwendig war, und Kräfte sammeln.
Gleichzeitig begann die Liste – nicht als Strafe, sondern als Notwendigkeit: Wer dauerhaft die Crew bremste, würde gehen müssen, damit die Flotte wachsen konnte.
Marek sprach, die Stimme ruhig und schwer: „Das ist kein Aufgeben. Das ist Vorsorge. Wir kämpfen weiter – diesmal klüger.“
Ein letzter Blick auf die Anzeige: GG klaffte, QI hielt, die Zukunft ungewiss.
Doch die Generäle verließen die Kammer mit einem Plan. Sie würden die Verluste begrenzen, die Männer und Frauen schützen, und die Eternity stärker machen.
Denn wer zurücktrat, um neu zu formieren, tat dies nicht aus Feigheit – sondern aus Liebe zur Mission.
Und so schloss sich der Kreis der Verantwortung: Entscheidung bei Dämmerung, Vorbereitung für ein Morgen mit achtzig Kriegern – und der Hoffnung, die kommende GG-Schlacht neu zu schreiben.