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Kapitel 36

Zwischen Sturm und Standhaftigkeit


Der Morgen begann leise, trügerisch ruhig, als über den brennenden Fronten der GG-Schlacht der Rauch der Nacht aufzog. Die Eternity hatte durchgehalten, doch sie stand nun vor der schwersten Entscheidung seit Beginn dieses Krieges. Die Zahlen auf dem Holotisch waren eindeutig: Die ??? führten, Carnivore Group rückte näher, und nur Platz zwei trennte die Eternity vom Sturz in die Bedeutungslosigkeit. D

Marek stand am Kartentisch, die Hände fest auf die Kanten gelegt. „Wir kämpfen weiter“, sagte er mit ruhiger Stimme. „Aber nicht blind. Wir halten Platz zwei – und das mit Stolz.“

Stony nickte zustimmend. „Lieber stolz Zweiter als gebrochener Erster.“

Alexia sah ihn ernst an. „Carnis werden heute alles versuchen. Sie riechen Blut.“

Marek antwortete: „Dann sollen sie es versuchen – wir zeigen ihnen, was Standhaftigkeit bedeutet.“

Rüdiger trat vor, gefasst und nüchtern. „Wir greifen gezielt an, nicht überall. Wir wählen unsere Schlachten.“

Barbara verschränkte die Arme. „Und wenn wir stehen, dann fest wie Stahl.“

Truphoss grinste müde. „Also kein Rückzug, kein Jammern – nur Stolz, Bier und Feuerkraft.“

Ein kurzes Lachen ging durch die Runde, gedämpft, ehrlich, und wichtiger als jedes Kommando.

Draußen erzitterte das All unter dem Donner neuer Explosionen. Die Carnivore Group kämpfte härter als je zuvor, doch die Eternity hielt – Schiff für Schiff, Soldat für Soldat. Ihre Linien wankten, aber sie fielen nicht.

„Wir sind nicht hier, um Ruhm zu jagen“, sagte Marek über die Komfrequenzen, „wir sind hier, um zu zeigen, wer wir sind. Die Eternity steht, wenn andere fallen.“

Dann begannen die Triebwerke zu dröhnen, die Schilde glühten in hellem Blau, und die zweite Angriffswelle rollte an. Die Eternity stürzte sich hinein, Seite an Seite, unbeirrbar. Platz eins blieb unerreichbar, doch Platz zwei wurde ihr Banner. Und während das Licht der Geschütze den Himmel überzog, kämpften sie weiter – mit Stolz, mit Entschlossenheit, mit Herz.

Denn auch wenn der Sturm wütete, blieb eines gewiss: Die Eternity stand – unbezwungen, ungebrochen, und bereit für alles, was noch kommen mochte.