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Kapitel 61

Der Weg des QIIntensivspielers


Die Türen der Brücke glitten zischend auseinander, und Alexia trat ein. Ihre Schritte hallten dumpf auf dem Metallboden, und mit einem müden Seufzen legte sie die schwere Ausrüstung ab, die sie seit Stunden trug. Schweiß glänzte auf ihrer Stirn, aber in ihren Augen lag ein Funke – jener entschlossene Glanz, den man nur bei jemandem sieht, der eine Entdeckung gemacht hat. D

Rüdiger und Truphoss saßen bereits am Kommandotisch. Beide hoben gleichzeitig den Blick, als sie eintrat.

„Du warst draußen?“ fragte Rüdiger.

„Im QI-Sektor,“ bestätigte Alexia, während sie sich eine Tasse Kaffee einschenkte. Der Duft erfüllte den Raum, und für einen kurzen Moment schien die Brücke stillzustehen.

Sie setzte sich und lehnte sich nach vorne. „Ich habe die neue Karte getestet – den sogenannten Weg des QI-Intensivspielers. Und ich glaube, wir haben den Schlüssel gefunden, wie wir künftig stärker, effizienter und ausdauernder kämpfen können.“

Truphoss zog die Brauen hoch. „Klingt nach einem verdammt schweren Weg.“

Alexia nickte. „Das ist er. Aber er ist machbar – und er spart Kräfte und Ressourcen. Nicht jeder unserer Soldaten kann den Weg der Diamanten gehen. Dieser hier… er ist für all jene, die mit Verstand und Geduld kämpfen.“

Rüdiger beugte sich interessiert vor. „Was macht ihn so besonders?“

„Am Anfang wirkt er fast unmöglich,“ erklärte Alexia. „Die ersten Hindernisse sind brutal – als wolle der Weg dich brechen, bevor du ihn verstehst. Man braucht Zeit, Präzision und Ruhe. Ich hab Fehler gemacht, weil die Karte unklar war. Aber genau das ist unser Vorteil: Ich weiß jetzt, wie man sie umgehen kann.“

Sie nahm einen Schluck Kaffee, dann legte sie die Tasse entschlossen ab. „Hat man den Anfang gemeistert, geht es wie von selbst. Jeder Schritt führt weiter, effizienter, stärker. Ich bin bis an Logains Linien vorgedrungen – und sie sind nicht unüberwindbar. Wir können sie überholen, wenn wir das klug angehen.“

Truphoss grinste breit. „Also kein reiner Gewaltmarsch, sondern Köpfchenarbeit.“

„Genau,“ sagte Alexia. „Ich habe Notizen angefertigt. Wir stellen eine Gruppe Freiwilliger zusammen, rüsten sie richtig aus, nehmen die nötigen Ressourcen mit – dann beschreiten wir diesen Weg gemeinsam. Ohne Verschwendung, mit Strategie. Nicht Diamanten entscheiden, sondern Disziplin.“

Rüdiger nickte nachdenklich. „Dann ist das der nächste Schritt unserer Entwicklung. Der Weg, der uns nicht nur über Logain hinausführt, sondern ihn alt aussehen lässt.“

Alexia lächelte. „So sehe ich das auch.“

Truphoss erhob sich, sein Krug klirrte leise gegen den Tisch. „Dann ist es beschlossen. Wir wählen die Besten aus, bereiten sie vor – und nächste Runde gehen wir gemeinsam diesen Weg.“

Alexia stand ebenfalls auf, ihre Augen funkelten. „Dann lasst uns anfangen. Der Weg mag schwer sein – aber er gehört uns.“

Und in diesem Moment wussten sie, dass sich auf der Eternity etwas verändert hatte. Nicht durch Macht. Nicht durch Reichtum.

Sondern durch Einsicht, Mut – und den Willen, es besser zu machen als jemals zuvor.